Nazihasen und Jesuskreuze

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... und weiter geht es mit den Hintergründen zur aktuellen Politik

Am heutigen Karfreitag, bis hin zum Ostersonntag, wenden wir uns dem Glauben hin. Das Abendland verfügt, sozusagen, dass wir heute nicht tanzen dürfen. Und, man darf sich erstaunt zeigen, die Mehrheit der deutschsprachigen staatshörigen Meinungspresse unterstützt diese These. So hat man, wenn auch nicht das Abendland, aber immerhin das Christentum wiederentdeckt.

Böse Zungen mögen nun schweigen, wenn sie denken, das sich die Kirchen auch immer nach dem Wind drehen. Betete man einst für den Kaiser, um später für Hitler Gebete ausführen, schützt man heute eben Wirtschaftsflüchtlinge vor der Staatsanwaltschaft oder andere Gauner und betet für den Islam, was natürlich nichts mit einer Islamisierung zu tun hat. Nein, man will Friede und gibt sich und seine Glaubensbrüder dafür gern auch einmal auf. – Ich komme vom Thema ab? Mitnichten. Denn die Rechtfertigkeit der Kirchen darf nun gesucht werden, wie wir am Sonntag die Eier suchen. Der Unterschied? Wir finden die Eier … Und so mancher wird sich sagen, man sollte Eier nicht suchen, man sollte sie haben. Frei nach McDonalds – Werbung “Deutschland braucht Eier”.

Deshalb ging der FOCUS dieser Tage auf Eiersuche und fand: Das Neuheidnische ist kaum haltbar. Und neuheidnisch ist irgenwie Nazi.

Ostern also, das wichtigste christliche Fest. Ostara (Ostrada) das Frühjahrsfest der Germanen. Schon in Wikipedia schleicht sich das Wort “angeblich” ein:

Nazi-OsterhaseAuch einige heutige Osterbräuche wurden insbesondere in der NS-Zeit auf vermeintlich germanische und keltische Sonnenkulte zurückgeführt, etwa die dem christlichen Glauben entstammendenOsterfeuer und das Osterrad.

Neuheiden feiern Ostern als Ostara-Fest nach einer angeblich altgermanischen Göttin Ostara, als deren Symbole sie Osterei und Osterhase angeben. Diese Fruchtbarkeitssymbole sind als Osterbräuche im deutschen Sprachraum jedoch erst seit dem 17. Jahrhundert belegt. Ein Hase als Ostersymbol ist in christlichen Quellen aus Südosteuropa seit der Spätantike belegt; seine Herkunft aus einem germanischen Frühlingskult ist unbelegt.

Und der Focus legt Salz in die Wunde:

Ostern eine Feier zum Frühlingserwachen, die die alten Germanen zum Zeitpunkt der Tag-und-Nacht-Gleiche am 21. März begingen.

Haben die frühen Christen ihre Feste auf heidnische Bräuche aufgesattelt, um so die Akzeptanz des Christentums zu erhöhen? Das klingt plausibel, ist aber wenig greifbar. Zwar sind derlei Theorien vielfach auf Internetseiten und in Büchern von sogenannten Neopaganen (abgeleitet von lateinisch paganus, „Heide“) nachzulesen. Aber wissenschaftlich sind sie kaum haltbar.

Die Vorstellung, dass die christlichen Feste alle nur ein christliches Tuch über heidnischen Gegenständen seien, ist wiederlegt, schreibt der Focus. Fachbegriff: germanische Kontinuitätsprämisse. Und wer hat Schuld? Klar, die Nazis, erfährt der Leser:

„Die Nazis haben die Volkskunde gefördert und mit den von ihr produzierten Ergebnissen das Heidentum propagiert, um die Kirche zu entmachten. Die Nazi-Propaganda war so erfolgreich, dass sie heute noch wirkt. Die Leute haben einfach nicht neu reflektiert. Die Forschungsergebnisse sind eindeutig.“

sagt Manfred Becker-Huberti, Theologieprofessor und Autor mehrerer Bücher zu christlichen Festen und Bräuchen, auf der Netzseite der Zeitschrift.

Sogar die Gebrüder Grimm seien auf die Frühjahrsgöttin Ostrara hereingefallen, lernte ich auf dieser Seite. Ja die Grimms Brüder sollen theologischen Märchen aufgesessen sein. Der Fokus formuliert dies so:

Und weil vor allem die Katholiken Bräuche pflegten, bezeichneten die Protestanten diese als “heidnisch” und meinten damit „päpstlich-katholisch”, also nicht der evangelischen Lehre entsprechend, berichtet Ethnologe Mezger. Die Brüder Grimm zogen im 19. Jahrhundert diese Bewertung auf ihrer Suche nach dem deutschen Nationalgeist gerne heran und deuteten den Begriff „heidnisch” nicht als “katholisch”, sondern fälschlich als „vorchristlich-germanisch”. So kam es zu dem Missverständnis und den falschen Germanen-Deutungen christlicher Bräuche

Und bemüht einen Absatz später die griechische Sprache. Von jener leitet sich, wahrscheinlich, angeblich, eventuell, das Wort Ostern ab.Daher, so die These, ist Ostern ein reines christliches Fest.

Auch der Zeitpunkt des Osterfestes hat mit heidnischen Festen um die Tag-und-Nacht-Gleiche nichts zu tun. „Terminlich wurde Ostern nicht auf ein heidnisches Fest aufgesetzt, sondern auf das Pascha-Festdes Judentums. Denn in diese Zeit fiel die Passion Christi“, erklärt Becker-Huberti. „Das jüdische Fest ist wiederum von der Natur vorgegeben, denn an ihr orientiert sich der jüdische Kalender. Der Frühjahrsvollmond ist der Termin für Pascha.

Die Christen verlegten das Datum auf den ersten Sonntag danach, weil das Verbreitungsgebiet der Christenheit so groß war, dass man je nach geografischem Blickwinkel sonst Gefahr lief, Ostern an unterschiedlichen Tagen zu feiern.“

Man braucht die weiteren “Fakten” des ehemaligen “Fakten, Fakten, Fakten”-Magazins nur noch zu skizzieren. Zum Beispiel: das Osterei ist kein Frühlingsbote, sondern ein Symbol des Grabes Christi. Aber immerhin gibt selbst der Focus zu, dass die Religionen von einander kopiert haben könnten …

Wichtig jedoch ist:

Ostern, das wichtigste Fest für Christen, hat heidnische Ursprünge – diese These hält sich hartnäckig. Wissenschaftler widersprechen: Die Theorie gründe sich auf einem gewaltigen Missverständnis und sei größtenteils Nazi-Propaganda, die bis heute wirkt.

So sagt es jedenfalls der “Teaser” des Artikels.

Es verwundert, in Tagen, wie diesen, das plötzlich ohne Not, der Focus und andere Gazetten das Christentum wieder ins (r)echte Licht setzen. Bei soviel Völkerverständigung, war man in den Vormonaten schon davon ausgegangen, dass Burda, Springer und andere Verlage längst sich im Steinezielwurf messen. Für Merkel, Scharia und Vaterlandsuntergang, sozusagen.

Bleibt eben jetzt abzuwarten, bis andere Glaubensgrundsätze als Nazi erfasst werden. Neben dem heidnischen Glauben steht auch der Vegetarier, der Nichtraucher und der Stromsparer im Blickpunkt. Schliesslich war Hitler vegetarischer Nichtraucher und forderte sein NS-Deutschland auf das Licht auszuschalten, wenn fremde Flugzeuge über die Städte brausten.

Ich zumindest warte nun darauf, dass die EDDA im Spiegel als Märchenbuch geführt wird …. Allen anderen Wünsche ich ein frohes Osterfest, ob mit oder ohne Hasen.

 

PS: Bitte beachten Sie “Meine Osterfragen an die Christen” auf Demokratur.eu

3 thoughts on “Nazihasen und Jesuskreuze”

  1. Ich als guter Christ muss sagen, dass es mir auch nicht gefällt, wie die Kirche die Asylflut auch noch unterstützt!
    Ja, früher war die Kriche besser; sie war Deutschlandtreu!
    Luther sagte einmal:
    “Für meine Deutschen bin ich geboren. Meinen lieben Deutschen will ich dienen.”
    Früher hat die Kirche für den Kaiser gebetet; das stimmt.
    Aber die Kaiser waren es auch wert, dass man für sie betet.
    Wer betet heute noch für die Herrscher Deutschlands; wie Merkel & Gauck?
    FÜR die betet keiner; es wird höchstens GEGEN die gebetet. 🙂
    Ich wollte eigentlich an Ostern nicht an den PC gehen und was über Politik lesen, aber streng genommen gehört zum Osterfest der Karfreitag, der Ostersonntag und der Ostermontag, weshalb ich gegen meines Vorsatz ja nicht verstoße. 🙂
    Wie auch immer.
    Es wäre schön wenn sich die Kirche darauf besinnen würde, sich um das Wohl Deutschlands und des Deutschen Volkes zu kümmern! DAS sollte nämlich auch zu ihren Aufgaben gehören.
    Neulich habe ich eine Petition mitunterzeichnet, in der ging es darum einige Kirchenleute darum zu bitten aus Protest gegen die vielen Abtreibungen das Licht auszuschalten.
    Nun…, gegen PEGIDA haben sie das Licht ausgemacht, aber die ungeborenen Kinder waren es ihnen offenbar nicht wert einen Lichtschalter umzudrehen! 🙁
    GOTT SEI DANK bin ich nicht Mitglied einer Kirche; ich glaube auf christliche Weise an Gott und bete zu ihm.
    Und ja…, hin und wieder gehe ich auch in die Kirche; immerhin sind es Häuser Gottes. Am liebsten in die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche 🙂
    Aber es gibt meiner Ansicht nach gute Gründe nicht Mitglied bei denen zu sein; auch weil sie die Asylflut eher fördern als aufzuhalten 🙁
    Wie auch immer; ich wünsche allen PA-Leuten noch frohe Ostern.

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