Sehr geehrter Herr Dieter Stein,

Briefe von Luley , , , , , , , , ,

ich antworte Ihnen auf Ihren Kommentar „Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit“.

Wenn jemand sich darüber aufregt, dass Berlin, im Vergleich zu London und Paris, eine weiße Stadt sei, ist das eine Kampfansage an Weiße. Für Sie, Herr Stein, ist der Skandal aber, dass man einen Halbneger einen Halbneger nennt.

Was ist los in Deutschland? Wer Mohrenköpfe als Mohrenköpfe bezeichnet, gilt als Rassist. Ebenfalls soll man nun als Rassist abgestempelt werden, wenn man zum Sohn eines weißen Vaters und einer schwarzen Mutter „Halbneger“ sagt.

Wir reden hier über den AfD-Politiker Jens Maier, der Aussagen Noah Beckers, des Sohns von Boris Becker, kommentiert hat. Nach eigenen Aussagen Beckers sei er zu Schwarzen freundlicher als zu Weißen. Und der regt sich jetzt auf, weil ihn ein AfD-Politiker einen Halbneger genannt hat.

Ich könnte die mediale Entrüstung verstehen, wenn Herr Maier von einem Untermenschen gesprochen hätte oder einem Affen oder einem Nigger. Das alles wäre rassistisch gewesen. Stattdessen reden wir hier über Worte wie: Mohrenkopf, Zigeunerschnitzel oder Neger, bzw. Halbneger.

Ich schreibe Ihnen, weil sich Ihr Blatt seit Jahren gegen die Politische Korrektheit der Linken stemmt. Immer mehr Wörter fallen den linken Sprachkommissaren zum Opfer, die glauben, man sei ein Rassist, weil man einen Mohrenkopf esse oder sich ein Zigeunerschnitzel bestelle. Die gleichen Leute kämen aber nie auf die Idee, es als rassistisch zu brandmarken, spräche jemand von Hamburgern oder Wienern.

Leider stimmen Sie, Herr Stein, in diesen Chor ein. Sie werfen Jens Maier eine „instinktlose Wortwahl“ vor. Dabei beweisen Sie eine instinktlose Wortwahl. Schwarze sind bei Ihnen: Farbige oder Afroamerikaner. Sie spielen damit nur den linken Sprachkommissaren in die Hände, die andren Leuten vorschreiben wollen, was als rassistisch zu gelten hat und was nicht.

Und als Krönung verpassen Sie Alexander Gauland, den AfD-Fraktionsvorsitzenden, einen Seitenhieb, weil er einmal gesagt hatte, er würde nicht neben Jerome Boateng wohnen wollen. Wir erinnern uns, das ist ein Schwarzer, der für die deutsche Nationalmannschaft spielt, aber die Hymne nicht mitsingt. Neben so einem würde ich auch nicht wohnen wollen. Davon liest man in Ihrem Kommentar null. Peinlich, dass Sie alles das unterschlagen und nur gelten lassen, dass Herr Boateng einer der „beliebtesten deutschen Sportler“ ist.

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Mit Ihrem Kommentar haben Sie sich vom Kampf gegen die Politische Korrektheit weit entfernt. Wüsste ich es nicht besser, käme ich auf die Idee, Sie auf der Seite der linken Sprachkommissare zu vermuten.

Ihr

Wolfgang Luley

 

https:// jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2018/zweifel-an-der-zurechnungsfaehigkeit/

 

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