Staatsnahe Medien ohne Leser

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„Trumps russisches Geheimnis“ titelte der Stern und verarbeitete bildtechnisch Putin in Trumps Kopf. Doch das “Wer hat Angst vor Putin/Trump?”-Spiel scheint abgegriffen zu sein: Die ehemalige “grosse Illustrierte” erreichte nur noch 147.220 Einzelverkäufe. Der Jahresdurchschnitt lag bei 171.400 verkauften Exemplaren.

Doch nicht nur beim Stern rieselt die verkaufte Auflage:  Auch das ehemalige “Fakten, Fakten, Fakten” Magazin schreibt am Leser vorbei: Nur 49.374 Personen griffen  zur Ausgabe mit der Titelstory „Die Leber – Das unterschätzte Organ“. Das sind mehr als 21 Prozent weniger als im Durchschnitt der letzten zwölf Monate.

Auch der Spiegel mit der Titelzeile „Wer bist du Ratte, dass du der Türkei drohst – Mitten in Deutschland: Hetze und Einschüchterung im Namen Erdogans“ floppte wie noch keine Ausgabe zuvor. 165.354 Einzelverkäufe sind der historisch schwächste Wert des Spiegels überhaupt. Der Zwölf-Monatsdurchschnitt im Einzelverkauf liegt für den Spiegel derzeit bei 205.600 Exemplaren. Der Einbruch bei dem Wochenmagazin entspricht also beinahe 20 Prozent.

Der Abwärtstrend sollte zu denken geben: den Machern, aber auch den Noch-Käufern. Ist es wirklich notwendig, den Einheitsbrei des täglichen NACHRICHTENs der Weltlage, noch wöchentlich zu zahlen? Gegen Trump. Pro Einheitspartei. Pro EU-Bürokratie und wer anders denkt ist rechts – der Grundtenor der meinungsverbietenden Pressearbeit der sogenannten Leitmedien.

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Und doch gibt dieses Dreigestirn des öffentlichen Meinungskorsetts den Ton an: Mit Spiegel Online (Spon), Focus Online und Stern.de wird weiterhin die Mehrheit der Deutschen gelenkt. Wenn man Zugriffe von BILD.de, Tagesschau.de hinzuzählt, kann von einer Trendwende nicht die Rede sein. Und spätestens, wenn diese Meinungsmacher wirtschaftlich dem Kioskvertrieb dem Rücken kehren müssten, wird die Politik diese “privaten” Unternehmen einen Persilschein ausstellen und sie zu systemrelevanten Medien erklären. Schon heute bekommen staatsnahe Medienhäuser politische und wirtschaftliche Unterstützung, die man dann nur noch ausbauen braucht. Zahlen tut es sowieso schon der Bürge(r) der BRD.

 

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