Europas Anti-Klimaschutz

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Deutschland träumt vom emmissionsfreiem Fahren – Emobilität heisst das Zauberwort, mit dem CDU bis Grüne ihren Glauben des Klimawandelstopps untermauern. Dabei ist die Idee kontraproduktiv: Batterien sind teuer, bestehen aus Rohstoffen, die Europa nicht bieten kann und knapper als Erdöl sind. Dabei gab es seit den 1920er Jahren bereits Alternativen und Denkansätze.

Bereits in den goldenen 20ern gab es Fahrzeuge auf den Strassen von Berlin und Paris, die per Strom angetrieben wurden. In der DDR wurde in vielen Städten auf O-Busse gesetzt, die ihren Strom über Oberleitungen; ähnlich wie Strassenbahnen oder Elektroloks auf der Schiene; bezogen. Auch Busse mit Gasantrieb waren in der Hauptstadt der DDR im Regelbetrieb unterwegs. Diese Entwicklungen wurden jedoch politisch gestoppt.

Zeitgleich war man in Europa in der Diskussion um die Frage: Muss die Arbeit zum Arbeiter oder der Arbeiter zur Arbeit? Deshalb entstanden Satellitenstädte. Denn die Arbeit sollte zum Arbeiter: Kurze Wege, schnelle Erreichbarkeit. So planten die Länder und errechneten sich Einsparungen nicht nur in der Zeit. Durch kurze Arbeitswege konnte man beim Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, aber auch bei der Infrastruktur, sparen. Die Gedanken waren da – aber die Umsetzung wurde im Keim erstickt.

Heute hingegen müssen private und öffentliche Aufträge bundes- und sogar europaweit ausgeschrieben werden. Es zählt keine Entfernung mehr, sondern nur noch der Preis. Dadurch kommt es vor, das eine Münchener Firma in Hamburg arbeitet, einer Berliner Firma in Köln und eine Firma aus Frankfurt an der Oder in Paris. Neben den unnötigen Wegen werden Lohndumping, Schwarzarbeit unterstützt, die man an anderer Stelle bekämpft. Vor allem aber werden unnötig Brennstoffe verbraucht, Strassen verstopft und Arbeiter unnötig belastet. Denn schliesslich zerrt auch der Fahrstress am Nervenkostüm und nicht zuletzt an der Gesundheit der Arbeiter.

Die Grünen haben nur ein Konzept: E-Autos mit Batterien, deren Rohstoffe von Kinderhänden zusammengetragen wurden. Die CDU setzt auf weitere Entwicklungen und hofft auf “Fred Feuerstein Autos”. Doch um Mensch und Umwelt wirklich zu schonen, sollten die Politiker aus der Vergangenheit lernen: Wohnortnahes Arbeiten spart Euro-Millionen zugunsten der Krankenkassen, der Infrastruktur und nicht zuletzt Millionen an Benzin- und Diesel. Staus würden unterbunden und volle Städte mit Parkplatzsorgen wären Vergangenheit. Gasangetriebene oder O-Busse könnten die Städte leiser machen. Und nicht zuletzt: durch kürzere Fahrzeiten wäre der Arbeitnehmer früher zu hause und somit ausgeruhter am Arbeitsplatz. Das wäre eine umweltfreundliche, eine soziale Politik – die keine der Parteien bisher auf den Plan hat. Warum auch, geht es doch bei diesen alten Ideen erstrangig um den Menschen, den Steuerzahler, das Volk und nicht um den neuen weltweiten Glauben an der Schuld des Menschen am Klimawandel.

So werden wir lernen müssen: An der neuen Hitzewelle ist dann auch nur der Deutsche schuldig.

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