GermanZ gibt auf: Ein Abgesang

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Vielleicht ist die Zeit nicht reif für ein echtes konservatives Magazin. Vielleicht ist die Idee von the-GemanZ längst überreif. 

Immerhin waren es, nach Aussage des Gründers, Journalisten und Buchautoren Klaus Kelle, gute 11.000; mal 20.000 Besucher, die sich auf diese Website verirrten und verweilten, lasen und studierten. Nun aber gibt Kelle auf. Zumindest die Seite. Er und seine Mitstreiter werden voraussichtlich nun wieder vermehrt auf anderen Seiten, wie dem Focus, zu lesen sein. Bei GermanZ heisst es, man wolle aufhören, wenn’s am Schönsten ist.

Und deshalb haben wir uns heute in der Früh nach reiflichen Überlegungen entschieden, das Projekt TheGermanZ zu beenden. Einer unserer großartigen Kolumnisten, die ich gestern Abend angerufen habe, sagte mir: “Wenn wir ein systemfeindliches Drecksblatt gemacht hätten, wären wir wahrscheinlich vom Staat mit Steuergeld gefördert worden…” Ich weiß nicht, ob etwas dran ist, aber ich weiß, dass die Kostenlos-Kultur gerade auch bei Bürgerlichen in der vielzitierten Mitte populär ist. An den Rändern links und rechts sind die Aktivisten stärker motiviert und greifen auch mal in die Tasche…

Es ist schade, wenn ein Experiment nur kurze Zeit durchhält. Ein Experiment, dass Deutschland braucht. Eins, bei dem Meinungen ausgetauscht, statt Hass an die Köpfe geworfen wurde. Eigentlich ist dies dann schon “systemfeindlich”; nur mit dem “Drecksblatt” haute es noch nicht hin.

Dieses Experiment hätte noch länger durchhalten können, wenn Autoren, wie Herausgeber, die Aufgabe, das Ziel, ins Licht der Erkenntnis; des Schreibens, Vermittelns, Überzeugens; der Diskussion der Gesellschaft gesetzt hätten. Denn es gibt viele Blogs, die von oben genannten Zugriffszahlen träumen. Auch wir! Denn die Kosten werden durch Werbeeinblendungen nicht gedeckt, man muss auf Spenden hoffen. Doch deshalb aufgeben? Der staatsgetreuen Presse Gedanken und Meinungsbildung überlassen? Nein, auch deshalb würden wir gern die quantitative, wie auch qualitative, Leserschaft von GermanZ übernehmen. Träume werden manchmal wahr – vielleicht sogar dieser. Oder jemand mit Kleingeld schreibt an Klaus Kelle, der übrigens auch bereits für den Preussischen Anzeiger tätig war:

Das war’s also! Irgendwann in der kommenden Woche stellen wir den aktuellen Betrieb ein, wenn… ja, wenn nicht jemand Lust und das nötige Kleingeld hat, TheGermanZ mit gleicher Grundhaltung weiterzuführen. Wer ernsthaftes Interesse daran hat, einfach eine Mail schicken: k.kelle@the-germanz.de .

Solange dies nicht geschieht, machen wir an dieser Stelle weiter. Versprochen! Vorerst. Und deshalb ist dies auch ein Abgesang und kein Beileidsschreiben. In diesem Sinne:
Klaus, Felix Honekamp, Peter Winnemöller und an all die anderen GermanZzzzzzzzzzzz – Danke, bis hier her!

 

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