Eine Wahl ohne Gewinner – mit bereinigtem Wahlergebnis

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Weil, … die SPD, kann sich rühmen. In Niedersachsen gab es für die Möchtegernroten Gewinne. Jedoch nicht aus Eigenleistung, denn Alternativen fehlten – und die rot-grüne Landesregierung wurde abgestraft.

Trotz Gewinne für die ehemalige Arbeiterpartei SPD ist es ein arger Verlust für Weils Genossen. Denn: Ein weiterso wird es nicht geben: rot-grün fehlt eine Stimme. Genauso viel, wie vor der Wahl. Denn die SPD traute sich und den Bündnisgrnen keine demokratische Basis zu. Eine Minderheitenregierung nach dem Abgang von Frau Elke Twesten war ihnen zu heikel. Deshalb die Neuwahlen.

Von dem vorgerücktem Termin konnte die CDU nicht profitieren. Althusmann, nicht wirklich mit dem besten Ruf in Niedersachsen, als ehemaliger Kultusminister des Bundeslandes, konnte den Wähler nur bedingt überzeugen. Mehr war auch, dank Merkels Haltung (“Wir haben nichts falsch gemacht”), kaum herauszuholen.

Verloren haben auch die Grünen, die weiterhin am Niedersachsen vorbeiregieren wollten. Die FDP konnte ebenso nur vereinzelt punkten. Auch bei den gelben waren weder Persönlichkeiten noch landesbezogene Zweckinhalte zu verorten.

Einzig die AfD konnte etwas gewinnen – wenn auch abgeschlagen. Doch für eine zerstrittene Partei; dessen Spitzenkandidatin sich ihren Platz im Kreisverband juristisch zurückholen musste und mit dem Landeschef Hampel nur das nötigste spricht; für eine Partei, bei der die Staatsanwaltschaft in den Wahlkampf einschritt; ein akzeptables Ergebnis. Zumal die AfD kaum ihre eigenen Wahlinhalte, wie die Einführung von mehr Bürgerbeteiligung, medial vermitteln konnte.

Letztendlich bleibt, trotz erhöhter Wahlbeteiligung (ca. 63%), festzuhalten: Einen echten Sieger gab es nicht.

Das bereinigte Wahlergebnis zeigt dann auch auf, dass es keine Mehrheiten gibt:

Die größte Gruppe waren die Nichtwähler mit 36,9% – gefolgt von der SPD (23,3) und der CDU (21,2%); so dass eine angeblich “große Koalition” von nur 44,5% gewählt wurde. Die Grünen kamen auf blamablen 5,5%, vor der FDP mit 4,7%. Abgeschlagen auch die AfD mit 3,9% und die Linke; die den Einzug in den Landtag verpasste; mit 2,9% Stimmabgaben der Wahlberechtigten. Nicht mit eingerechnet wurden die ungültigen Stimmen.

Trotz allen Daten: Weil fühlte sich als Wahlgewinner, auch weil er die Linkspartei aus dem Landtag heraushalten wollte. Die anderen Kommunisten, welche sich grün einfärbten und für den Abschuss von Wölfen, das Zerhacken der Vögel und mehr Verbote für die Bevölkerung einsetzen, würde er jedoch gern wieder in die Regierungsverantwortung mit einbeziehen. Vielleicht traut sich Niedersachsen dann doch noch echte Demokratie zu: mit einer Minderheitenregierung. Wahrscheinlicher ist jedoch ein politischer Stillstand mit Volkswagenschmeicheleien: die “GroKo”.

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