Schlacht bei Tannenberg

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Schlacht bei Tannenberg

Sieg über die Armee des zaristischen Russlands

Bereits kurz nach dem Beginn des 1. Weltkrieges verschlechterte sich die Lage der deutschen Armee an der Ostfront immens.

Man rechnete damit, das die russische Armee lange Zeit benötigen würde, um Mobil zu machen. Daher beließ man nur eine relativ schwache Deckungsgruppe im Osten.

Doch dies war nicht dere Fall und schon im August 1914 marschierten zwei zaristische Armeen auf Ostpreußen zu.

Mit dieser schnellen Offensive wollten die Russen den westlichen Verbündeten beistehen und so viele deutsche Truppen im Osten binden, wie möglich.

Bereits am 17. August kam es zum ersten schweren Aufeinandertreffen zwischen Deutschen und Russen.

Bei der Schlacht um Gumbinnen stand die 8. Armee des Kaiserreichs kurz vor einer Niederlage und erlitt schwere Verluste. Die Kommandeur Max von Prittwitz ordnete den Rückzug hinter die Oder- Weichsel- Linie an, die Russen rückten weiter vor und Ostpreußen stand für sie offen.

In der Obersten Heeresleutung war man über diesen Befehl empört und enthob von Prittwitz am 21. August seines Postens.

Nun setzte die OHL all ihre Hoffnungen auf den reaktivierten Paul von Hindenburg, welchem man Erich Ludendorff als Stabschef zur Seite stellte.

Durch den schnellen und intensiven Auf- und Vormarsch der russischen Streitkräfte waren die russischen erschöpft und entkräftet, zudem begann die zaristische Führung schwere strategische Fehler. Man verzichtete gänzlich auf Luftaufklärung oder auf die Verschlüsselung von Nachrichten. Auch bestand der Zar auf einen schnellen kontinuierlichen Vormarsch um schnell weitere Erfolgsmeldungen verkünen zu können. Auf die unterschiedlichen Marschgeschwindigkeiten der Truppe achtete man indes nicht und so wurden die russischen Kontingente auseinandergerissen.

Auf deutscher Seite arbeitete man unentwegt an einem Plan, um die russischen Fehler optimal ausnutzen zu können.

Man positionierte die kaiserlichen Truppen in Westmasuren, bei Bischofsburg, Seeburg, Allenstein und Gilgenburg.

Bereits am 25. August schoben sich zwei deutsche Divisionen unter dem Befehl von General Hermann von Francois zwischen den russischen Hauptstreitkräften und deren linken Flanke.

Einen Tag später begann die Einschließung der russischen Armeen.

Man ging bei Bischofsburg und Gilgenburg vor.

Bei den folgenden, vorerst vereinzelten Gefechten zeigten sich die Deutschen Soldaten ihren russischen Gegnern in Ausbildung und Ausrüstung weitgehenst als überlegen und man behielt insgesamt die Oberhand.

Durch die veraltete Ausrüstung hatten die Russischen Streitkräfte mit vielseitigen Problemen zu kämpfen.

Nach schweren Gefechten schlossen sich die Zangen aus Bischofsburg und Gilgenburg bei Willenberg.

In diesem Kessel saß nun beinahe die gesamte russische „Narew- Armee“.

Die Schlacht begann am 29. August und es zeigte sich schnell, das die russischen Soldaten sehr bald kampfesmüde sein würden. Die Nachricht, das ihnen der Rückzugsweg abgeschnitten war, demoralisierte die meisten russischen Soldaten und sorgte bei ihnen für Erschütterung.

Es gelang dem zaristischen Oberbefehlshaber Samsonow nicht, seine Truppen zu einem geschlossenen Angriff zu vereinen.

Bereits am 30. August 1914 erfolgte die Kapitulation der russischen Streitkräfte und General Samsonow richtete sich selbst.

Insgesamt mussten rund 92.000 russische Soldaten in Gefangenschaft gehen, durch die vernichtete feindliche Truppe und die frei werdenen eigenen Einheiten änderte sich die Lage in Ostpreußen grundlegend.

Die zaristische Angriff und Vormarsch in Ostpreußen wurde jäh gestoppt und eine drohende Niederlage an der Ostfront abgewendet.

Trotz der heldenhaften Aufopferung des damailgen Hochmeisters des Deutschen Ordens in der Schlacht bei Tannenberg 1410 verband man damals in Deutschland noch immer nur die bittere Niederlage des Ordens, welcher durch Arglist und Verrat verursacht wurde mit Tannenberg.

Dies wollte Generaloberst Paul von Hindenburg nun ändern. Auf seine Initiative hin, wollte er das eigentlich „Schlacht bei Allenstein“ genannte Gefecht in „Schlacht bei Tannenberg“ umbenennen und so diese Historische Scharte der Niederlage des Deutschen Ordens auszumerzen.

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