Wie man die AfD doch noch zerstören kann oder “and the winner is … blue”

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Derzeit wird die AfD hoch gehandelt – im zweistelligen Bereich liegen die Prognosen und Umfragewerte für die junge Partei bei den Analysen. Kein Wunder, meint Politexperte E.H. Oliver:

Die CDU kennt nur einen Gegner im Geschäft der großen Politik. Den kennt auch die SPD – und beide verlieren, wie die Grünen nicht nur Stimmen sondern, schlimmer Vertrauen. Ähnlich ergeht es seit Jahren den Medien, die Reichweite beinahe täglich verlieren. Denn eines ist ihnen gleich: Sie haben Angst…

Ein Gespenst geht um – erst war es Trump, dann der Brexit – und nun nennt es sich AfD.

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Deshalb wird mit Kanonen auf den Spatz geschossen. Doch die Kugeln treffen Bürger. Ob Arschloch-Aussagen oder Mittelfingerhebestrategen der Politelite: es trifft den Bürger, der längst nicht mehr die Arroganz der Politik versteht. Jahrzehnte musste im Sozialstaat gespart werden, bis Neubürger kamen. Sozialer Wohnungsbau, Lehrerausbildung, Strassensanierung – alles verfiel im Sparhimmel der CDU und SPD, der CDU und FDP, der SPD und den Grünen, selbst rot/rot wusste in Berlin nur den Rotstift zu nutzen. Um trotzdem Geld hineinzubekommen wurden Geschichten erdacht, verdreht, erlogen: Klimawandel, Aufbauhilfe und Informationsmanko waren da nur die ersten Fronten. Dadurch konnten heimliche Steuern erschaffen werden, als Abgaben deklariert. Und man sparte an der Sicherheit der Bürger um ihn gleichsam aus Glas zu erschaffen: Papa Staat und Mutti Merkel dürfen über jeden Staatsbürger alles wissen. Es gilt keine Unschuldvermutung. Der deutsche Staatsbürger bekam die Grundschuld.

An diesen Punkten setzte die AfD an: Eurokrise, Immobilienkrise, Europakrise.

Statt Pläne zu erarbeiten verbogen sich die anderen Parteien, mit Hilfe der Medien, um diese Mängel mit der Farbe bunt zu überdecken. Denn bunt sollte helfen: Regenbogenfahnen und Bahnhofsklatscher. Auch hier reagierte die AfD. Und wurde erst belächelt – nun bekämpft. Und sie stürmt von Erfolg zu Erfolg.

Den einzigen Rat den die Staatsplaner derzeit in den Landtagen haben: Man verfährt mit der AfD wie mit der NPD. Man nimmt sie nicht wahr. Man lehnt sie ab, man ignoriert sie.

Doch die Bürger ausserhalb der Landtagsmauern erkennen die Verlautbarungen von Meuthen, Poggenburg und Gauland. Mal stimmt man eher zu, mal eher nicht. Aber: Längst treibt die AfD die Regierungspolitik voran. Auch ohne je im Bundestag gewesen zu sein. CDU bis SPD schwenken um, sobald die AfD es will. So wie es in den 1980ern die Grünen vormachten. Doch zugeben will man es nicht. Die AfD ist nur eines: der Feind, den es zu zerstören gilt.

Dabei wäre der Mythos AfD längst vorbei, hätte Merkel oder Schulz, Gabriel oder Lindner auf Petry gehört: Hätte man mit ihnen zusammengearbeitet, wäre aus Protest ein laues Lüftchen geworden. Eine junge Partei hätte dann nämlich schnell Lösungen finden und umsetzen müssen. Und das ohne Experten für jedes Gebiet, ohne Einführungszeit, ohne Hilfe von außen. Die AfD wäre vielleicht enttarnt gewesen. Doch mit dem Hass kam die Zeit – die Zeit der AfD, Zeit für dringende Lösungsansätze, Zeit für einfache Lösungen.

Nach dem 24. September wird sich zeigen müssen, ob die Politelite hinzugelernt hat. Was bezweifelt werden darf. Und dann gewinnt die AfD erneut, in dem sie das macht, was ihr Auftrag ist: Die Finger in die Wunden legen. Und die klaffen: Dieselskandal, Sozialer Wohnungsbau, Flüchtlingskrise, Digitalisierung, Arbeitsmarkt, Renten … bis hin zum BER. Für die Lösungen ist aber dann die CDU, FDP , Grünen- Konstellation verantwortlich und die hat keine.  And the winner is … blue.

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