Liebe Sophia Thomalla,

Briefe von Luley , , , , , , , , , ,

als Schauspielerin sind Sie blass, in der Presse fallen Sie durch freizügige Fotos auf und jetzt stehen Sie Bundeskanzlerin Merkel im Wahlkampf bei.

Zugegeben: Frau Merkel hat es nicht leicht: Sie wird ausgebuht und mit Tomaten beworfen. Als sie 2005 zum ersten Mal antrat, waren die Massen begeistert: Merkel kam aus dem Osten und hatte im Westen Karriere gemacht. Sie war skandalfrei und weckte Hoffnungen. Heute sind es bloß noch die Gemüsehändler, die sich Hoffnungen auf größere Umsätze von ihren Auftritten versprechen.

Und Sie, Frau Thomalla, sollen alles richten. Ernsthaft: Frau Merkel wird nicht die Wahlen gewinnen, nur weil Sie freizügig auftreten und Merkel toll finden. Merkel ist kein Produkt, das es einfach clever anzupreisen gilt, wie man das von Verkaufssendungen im Fernsehen gewohnt ist, wo von Seifen bis hin zu Küchengeschirr angepriesen wird.

Da Sie, Frau Thomalla, offenbar das letzte Aufgebot von Kanzlerin Merkel sind, scheint es mit ihr zu Ende zu gehen. 2005 hätte sie keine Thomalla gebraucht. Nun hofft Merkel, wenn sie schon nicht die Bürger überzeugen kann, diese mit Charme zu gewinnen.

Kanzlerin Merkel hält uns Bürger für zu doof, um auf Bundesebene direkt über Politiker abstimmen zu können, wie das etwa in der Schweiz üblich ist. Kanzlerin Merkel fällt einsame Entscheidungen und wenn sie deshalb kritisiert wird, reagiert sie beleidigt und sagte, Deutschland sei dann nicht mehr ihr Land. Das stimmt, Deutschland ist nicht ihr Land und es gibt keine Garantie, auf den Kanzlerposten, das war schon der Denkfehler ihres Vorvorgängers Helmut Kohl, der nach 16 Jahren im Amt einfach nicht gehen wollte, obwohl er ausgepfiffen wurde.

Wann beginnt ein Kanzler überflüssig zu werden? Wenn er sich für unersetzbar hält. Dann hilft auch keine freizügige Schauspielerin mehr.

Ihr

Wolfgang Luley

 

http:// www.spiegel.de/fotostrecke/bundestagswahl-2017-das-waehlen-die-promis-fotostrecke-152212.html

http:// www.n-tv.de/politik/Merkel-Dann-ist-das-nicht-mein-Land-article15938301.html

 

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