Ohne Moos nix los!


SPD: Mit Fake News zum Wahlkampf

CDU und SPD kämpfen gegen Fake News auf Facebook und Twitter. Doch in ihren eigenen Reihen ist dies in Ordnung, schliesslich werden die Wähler nicht nur im sogenannten Wahlkampf belogen. Nach der Wahl wird das Stimmvieh noch zusätzlich belogen. Demokratisch, wohlgemerkt – und sozialistisch, wenn es ums Geld geht: Armut für Alle.

So zeigt die SPD nun das Gesicht des Kanzlerkandidaten, mal mehr, mal weniger. Unter dem Motto „mehr Gerechtigkeit“ wirbst man mit dem Slogan: 

„Wer als Frau 100 % leistet, darf nicht 21 % weniger verdienen“

Da mag man nicht widersprechen. Doch sind die 21 Prozent ein Märchen, wie jene von den Grimms – und weitere werden folgen.

Der Bayrische Rundfunk hat sich dem Thema genähert und stellt fest:

Dieser Wahlslogan unterstellt, dass Frauen zurzeit in Deutschland 21 Prozent weniger Lohn für die gleiche Arbeit erhalten. Tatsächlich beträgt der Gender Pay Gap laut offizieller Statistik rund 6 Prozent. Selbst diese Statistik lässt den öffentlichen Dienst außen vor – dabei gelten dort einheitliche Tarifsätze. Die tatsächliche Lohnlücke bei gleicher Arbeit dürfte also noch darunter liegen. Auch diese Diskrepanz ist keinesfalls gut – aber es sind deutlich weniger als 21 Prozent, wie die SPD suggeriert.

Und wer noch genauer hinschaut, erkennt, dass es kaum noch einen Lohnunterschied gibt. Schliesslich sorgte die CDU/SPD-Mannschaft mit Hilfe der FDP und den Grünen für eine Einheit in Lohn und Brot unter dem Motto „Armut für Alle“ (ausser für sich selbst. So konnte Schulz im Rahmen seiner EU-Tätigkeit genügend beiseite schaffen und Freunde eine gute Bezahlung sichern. Auch Frau Merkel und ihren Freunden muss nicht bange werden, die Renten sich sicher – fürs Parlament).

Die 21 Prozent stammen aus dem „unbereinigten Bericht“ des Statistischen Bundesamtes von 2014. Die Zahl erfasst allerdings den allgemeine Durchschnittsverdienst von Männern und Frauen. Teilzeit und Vollzeit werden gleich gewichtet. Berufsbedingte Unterschiede im Verdienst wie Ausbildung, Lebensalter, Berufsjahre, Wirtschaftszweig etc. werden überhaupt nicht berücksichtigt.

berichtet das öffentlich-rechtliche Programm unter Führung von CSU und SPD recht offen. Und weiter formuliert man auf den Seiten des BR

Neben der unbereinigten Fassung dieses Gender Pay Gap gibt es eine bereinigte Fassung. Sie kommt zu dem Ergebnis von 6 Prozent. Die bereinigte Fassung berücksichtigt Faktoren wie Teilzeitarbeit, berufsbedingte Unterschiede, Ausbildung, Alter, Wirtschaftszweig und andere. Zur Einordnung gibt das Statistische Bundesamt zu bedenken:
„Es muss berücksichtigt werden, dass der ermittelte Wert eine Obergrenze ist. Er wäre geringer ausgefallen, wenn weitere Informationen über lohnrelevante Einflussfaktoren für die Analysen zur Verfügung gestanden hätten, wie vor allem Angaben zu Erwerbsunterbrechungen.“
Statistisches Bundesamt

Und auch dann darf noch herunter gerechnet werden: In dieser Statistik tauchen Bedienstete im öffentlichen Dienst nicht auf.

Was will aber nun die SPD? Männern 21% den Lohn kürzen oder 21% mehr Lohnsteuer für Männer?

„Die SPD thematisiert diese Zahl, weil sie auch die strukturellen Unter­schiede und Ungerechtigkeiten berücksichtigt und sich in dieser Zahl somit das gesamte Ausmaß von geschlechtsspezifischer Lohnungerechtigkeit ausdrückt. Das statistische Bundesamt nennt hierbei beispielsweise ungleich verteilte Anforderungen für Führungspositionen an Männer und Frauen oder die deutlich häufigere gering­fügige oder Teilzeitbeschäftigung von Frauen als strukturelle Ursachen der geringeren Bezahlung von Frauen (s. Statistisches Bundesamt). Im Übrigen liegen die 21% Lohnunterschied auch der Berechnung des Datums des Equal Pay Days durch das Forum Equal Pay Day zu Grunde.“
Matthias Voß, SPD-Pressestelle

Achso, man thematisiert einfach mal eine Zahl. Bleibt abzuwarten, wie die SPD die Zahl 42 thematisiert oder die 4,9 – jene Prozentzahl für den Wahltag, die die Partei erreichen sollte, zumindest aus Sicht vieler Arbeiter und Angestellten.

, , , , ,
One comment on “SPD: Mit Fake News zum Wahlkampf
  1. Pingback: SPD: Mit Fake News zum Wahlkampf – ffd365.de

Kommentar verfassen

Bitte "Daumen drücken"

Mit einem Klick geht es weiter: zeigen Sie was Sie sehen - oder warten Sie wenige Sekunden, um weiterlesen zu können. Vielen Dank!


||Nach oben||||Zur Starseite||||Impressum||

Copyright © 2016 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, bei Romowe - Beiträge stellen ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.