Ohne Moos nix los!


Das geteilte Recht

Diebstahl ist böse! Zerstörung, Vandalismus ist böse. Vergewaltigung ist böse. Und wir unterscheiden zwischen böse und böse, böse und böser, brutal, menschenunwürdiges Verhalten. Dafür gibt es Regeln. Diese Regeln sollen beachtet werden und wer diese nicht einhält, der muss vor Gericht. So weit – so … denn in der BRD 2017 gelten neue Regeln.

Das Landgericht Dessau hat  einen 78-jährigen Dessauer wegen Ladendiebstahls zu einer Geldstrafe von 1.000 Euro verurteilt. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der bislang strafrechtlich unauffällige und gehbehinderte Rentner im Edeka-Center in Dessau-West drei Rasierklingen für sechs Euro hatte mitgehen lassen. Der Angeklagte sitzt im Rollstuhl und hatte bei der Verhandlung am Landgericht keinen Verteidiger an seiner Seite.

vermeldet die Mitteldeutsche Zeitung.

Der Rentner bestreitet die – wohl, vom Gericht eingeordnete, schwere – Straftat. Er habe die Rasierklingen mitgebracht zu haben, um sie mit den angebotenen zu vergleichen und künftig Fehlkäufe zu vermeiden.

Während das Gericht in diesem Fall in einer Härte vorgeht, die nicht nur den Rentner verzweifeln lassen, werden bundesweit Kaufhausdiebe mehr oder minder straffrei gelassen. Diese stehlen nicht Rasierklingen im Gesamtwert zu 6 Euro, sondern alles was nicht niet- und nagelfest ist. Parfüm, gern in den Preislagen ab 100 €, Kleidung, wie teure Markenjeans und Jacken, Uhren und Schmuck. Eben alles, was sich schnell verkaufen, verhehlen lässt. Aber …

Diese Täter haben die „richtige“ Hautfarbe, die „richtige“ Herkunft oder die „richtige“ politische Einstellung. So dürfen Linksradikale in Hamburg wilde Sau spielen, Täter „mit schwerer Kindheit“ vergewaltigen und bei der „richtigen Religion“ auch die Frau umbringen. Hier zeigen deutsche (sic!) Gerichte Mitleid, fordern Staatsanwälte Milde und die Richter erklären, im Namen es deutschen Volkes, Freispruch oder Kleinststrafen.

Zurück nach Dessau:

In dem Dessauer Fall hat das Folgen: Der 78-Jährige erklärte im Gerichtssaal, das Geld nicht zahlen zu können und wohl ins Gefängnis zu müssen. „Mit meiner Frau, denn die ist meine Pflegerin.“ Die Frau ist 81 Jahre alt.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

 

 

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