Ohne Moos nix los!


Wie die Linke Hamburg und die Demokratie vergessen will

Die Bilder von Hamburg gingen um die Welt. Kaum ein Fernsehsender, der nicht die brennenden Barrikaden und das Versagen der bundesdeutschen Politik in Bewegtbildern zeigte. Nicht einmal die staatstreuen Zeitungen konnten diese Krawalle ignorieren. Es war, aus Sicht der Linken, ein voller Erfolg: Man schürte Angst, es war Terror. Man erstellte Bilder eines Bürgerkrieges. Die Opfer waren, einmal mehr Unbeteiligte und Steuerzahler.

Ein Kommentar von Hagen Ernst

Die Linke stellte sich sogleich hinter die schwarze Front der Randale und musste zeitgleich irgendwie den systemkritischen, aber denkenden, Wähler aufzeigen, das man nun das – wofür man applaudierte – nun auch nicht will. Zumindest nicht so. Und so traten sie empor, die besserwissenden Erklärer. Von Ökolinx bis Linke, von Grün bis Sozialdemokrat. In den Fernsehunterhaltungssendungen, in Radio- und Zeitungsinterviews durften sie erklären, was nicht zu erklären war und ist. Gleichzeitig hob man hervor, dass der Terror Kampf gegen Rechts trotzdem wichtig sei. Ob da nun der REWE-Einzelhändler oder ein AFD-Mitglied seine Räume in Schutt und Asche gelegt sieht, scheint egal zu sein. Immerhin sahen führende Politiker sogar Hooligans auf Hamburgs Strassen, was zeigt, der Terror gegen Rechts Kampf gegen Rechts müsse fortgesetzt werden.

Ein Lichtblick, so dachte man, sei die politische Idee eines Konzertes gegen linke Krawallmacher, während Polizisten medienwirksam in die Elbphilharmonie und in den Urlaub eingeladen wurden. Wer genauer hinsah erkannte: das ist Augenwischerei.

Denn wer sollte das Konzert gegen Links besuchen, wer es organisieren, wer auf der Bühne stehen? Campino? Ud Lindenberg? Oder gar Allzweckwaffe Grönemeyer? Die genannten – und hunderte CD-Alben-Verkäufer sind politisch längst verbrannt. Denn immerhin sympathisierte man offen mit SPD, Grüne und Linke, mit linker Gewalt gegen Andersdenkende.

In diesem Status Quo ist jede kommende Idee eine hilfreiche Hand. Zumindest, wenn sie nicht von rechts kommt. Denn wäre die „Rock gegen Links“- Idee ernstgemeint, dann hätte man ganz leise beim „Rock gegen Überfremdung, dem Rechtsrockkonzert vom Wochenende in Themar, zugeschaut. Kein Krawall trotz Polizeikontrollen und 6000 Gästen aus ganz Europa. Doch wer so einfach denkt, ist kein Linker.

Ramelow, Ministerpräsident von Thüringen, hat den linken Durchblick. Er will die Rechs(!)vorschriften erschärfen, um solche gewaltfreien Veranstaltungen verbieten zu können. Er fordert eine Präzisierung des Versammlungsrechts, so dass Behörden und Gerichte „diese Dinge nicht mehr unter Meinungsfreiheit abtun“, sagte er am Sonntagabend dem regionalen Staatsfunk mdr. Wie kann man auch. Politische Kundgebung mit Musik statt Krawall gut finden? Erinnert einen ja beinahe an die größten Demonstrationen, die Deutschland je gesehen hat: an die Eierkuchenfraktion „Loveparade“. Nur gut, dass der Christopher-Street-Day dann ebenso überprüft werden müsste, was Ramelow wohl nicht bedachte.

Aber er schaffte es, seine bundesweiten Probleme auf eine kleines Dorf in Thüringen zu projizieren. Und die Presse nimmt dies gern auf, während sie weitere Anschläge auf die demokratische Republik, auf Andersdenkende, auf Gesetze und Grundordnung hinnimmt.

Wie sagte doch der ehemalige Bundespräsident Gauck so freundlich? Nicht die Eliten seien das Problem, sondern das Volk wäre das Problem. Denn das Volk hatte in den letzten Jahren genug Zeit um sich wachzurütteln. Hamburg war die Werbeplattform der Chaoten, Themar die Werbeplattform der Rechtsnationalen und Nationalen. Was fehlt, ist eine Plattform der bürgerlichen, jenseits von Katzenvideos und Wahlviehstimmung. Eine Plattform des Volkes, der Arbeiter, Arbeitnehmer, Selbstständigen – der staatstragenden Zahler. Nur so könnten die Ramelows, die Schulzes und Merkels, die Stegners und Taubers ihres Weges verwiesen werden, um Freiheit, Demokratie und Wohlstand der Tätigen in einer Volksgemeinschaft aufzubauen. Doch dafür bräuchte der Bürger Mut und Anstand. Und einen Willen.

An allen Punkten jedoch scheint es zu fehlen. So wird weiter auf WELT, BILD, FOCUS und SPIEGEL vertraut, weiter ARD und RTL geschaut, kritische Medien belächelt und irgendwie Hamburg hinter der Hand beklatscht. Denn immerhin zeigten die Schwarzen ja, das man unzufrieden sei. Und so lässt man sich Ramelow Verbotsgedanken und Schulzes Wischwaschi-Ansprachen sowie Merkels Raute gefallen. Denn irgendwie wird es ja weitergehen. Das Bier ist billig und die ARD bringt die Sportschau.

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