Ohne Moos nix los!


Entstehung der Sturmbataillone

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Die Sturmbataillone des 1. Weltkrieges

Bereits sehr früh, schon ungefähr gegen Ende des ersten Kriegsjahres 1914 zeichnete sich ab, das die bewegliche Kriegsführung ein Ende haben würde.

Die immer stärker werdende Feuerkraft der Artillerie und die immer höher werdende Feuergeschwindigkeit der Maschinengewehre zwangen die Soldaten mehr und mehr dazu sich einzugraben.

Die Stellungskrieg war somit unausweichlich.

Bereits 1915 wurde auf deutscher Seite Versuche unternommen, wieder zur beweglichen Kriegsführung zurück zu gelangen.

Die Infanterie schien dafür noch immer geeignet. Man erhöhte deren Feuerkraft und Bewegung.

Bereits im März 1915 erfolgte die Aufstellung der ersten Sturm- Abteilung, der „Sturm- Abteilung Calsow“.

Diese Abteilung bestand aus zwei Pionier- Kompanien und einer Einheit mit 3,7 cm Kanonen.

Im Konzept war geplant, gegen zuvor ausgespäht Schwachstellen des Feindes schnell und geballt vorzugehen.

Der Durchbruch sollte mit Hilfe von geballten Ladungen und der Nahunterstützung der 3,7 cm Kanonen zu erzwingen.

Zunächst bewährte sich dieses Prinzip nicht und aufgrund von hohen Verlusten wurde die „Sturm- Abteilung Calsow“ von der Front abgezogen und an den Kaiserstuhl verlegt.

Die Einsatzgrundlagen wurden neu überdacht und die Soldaten intensiv geschult.

Die Führung der Einheit übernahm am 28. August 1915 Hauptmann Willy Rohr. Dieser kam vom Garde- Schützen- Bataillon und lehrte bereits zu Friedenszeiten an der Infanterie- Schießschule.

Schon bald stellte sich heraus, das Rohr in idealer Weise Lehrtätigkeit und Fronterfahrung in sich vereinte.

Unter seiner Führung wurden neue Waffen, wie Flammenwerfer erprobt, die Eingliederung von schweren Infanteriewaffen wie Granatwerfer und schwere Maschinengewehre getestet und letztendlich durchgeführt.

Am 11. Mätz 1916 wurde die Abteilung zum Sturm- Bataillon 5 ungegliedert.

Maßgebend für die Nummerierung war die Zugehörigkeit zur 5. Armee und daher erhielt das Bataillon nicht die Nummer 1, obwohl es das erste seiner Art war.

Die Feuertaufe erhielt das Bataillon in der Schlacht von Verdun, es erzielte herausragende Erfolge und avancierte zum „Lieblingsbataillon“ des Kaisers.

Als Anerkennung der Leistung von Hauptmann Rohr und dessen Einheit erhielt das Bataillon am 17. Februar 1917 den Ehrennamen Sturm- Bataillon 5 „Rohr“.

Im Laufe des Jahres 1916 erfolgte bei den meisten deutschen Armeen, nach dem Vorbild des Bataillons Rohr die Aufstellung eigener Sturm- Bataillone.

Im Normalfall bestanden sie aus 2- 3 Sturm- Kompanien einer Minenwerfer- Kompanie, einer MG- Kompanie, einer Infanteriegeschütz- Batterie und einem Flammenwerfer- Trupp.

In der Regel erfolgte kein geschlossener Einsatz dieser Bataillone, sondern sie dienten als Lehreinheiten, um die Infanterie im Zusammenwirken verschiedener Waffen und neuer Taktiken auszubilden.

Das Konzept der Sturm- Bataillone erwies sich letztendlich zwar als richtungsweisend, doch als kriegsentscheidende wirkte der massierte Einsatz von Panzerkampfwagen, welcher erstmals in der Schlacht von Cambrai 1917 von den Alliierten erfolgreich praktiziert wurde.

Das Sturm- Bataillon „Rohr“ diente letztendlich bei Kriegsende zum Schutz des kaiserlichen Hauptquartiers und der Obersten Heeresleitung.

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