Wenn Ehre nur Treue heißt

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Warum dass Königin Luise Corps Projekt (kurz KLC-P) die Soldatenparole “meine Ehre heißt Treue” als ungenügend entschieden ablehnt und sie endlich geändert werden muss –

Der Wertekanton des “KLC-P” unterscheidet sich in einigen zentralen Begriffen zu den historischer deutscher Kampfverbände.
Herauszustellen sind etwa die Unterschiede zum Kampfethos der Wehrmacht und insbesondere der Waffen SS in drei Prinzipien:

  • Freundschaftsprinzip:
    Mangelnde Kameradschaft wiegt schwerer als Feigheit im Kampf!

  • Ehrenhaftigkeitsprinzip:
    Unmoralisches Verhalten wiegt schwerer als ein Vorteil im Kampf!

  • Demütigkeitsprinzip:
    Christliche Nächstenliebe wiegt schwerer als ein Vergeltungsdrang im Kampf!

Eine Leserzuschrift von H. Holter

Sicher ist Treue wichtig, aber ist sie alles?
Ist sie Kernpunkt und steht abseits moralischer Überzeugungen? Dass ist die Frage die dass KLC hier aufwirft. Auch die Treue muss seine Grenzen haben wenn sie an dass eigene Gewissen stößt, denn sich selbst Treu zu bleiben erfordert manchmal auch einen geschworenen Eid untreu zu werden wenn er verlangt sich gegen Gott zu versündigen oder die Ritterlichkeit als den zentralen Ethos des deutschen Soldaten in Frage stellt.
Dennoch scheinen die meisten nicht weiter über die fatale Logik Ehre durch Treue zu definieren nachzudenken, obwohl bis in letzter Konsequenz die größten Kriegsverbrechen mit dieser Denkart begannen und gerechtfertigt wurden. Es ist in diesen Kontext nämlich dass immer gleiche Argument der Kriegsverbrecher aller Armeen in der Vergangenheit die vorgeben, ja lediglich auf Befehl gehandelt zu haben und die Treue zum Vorgesetzten und des Gehorsams sie dazu gezwungen habe, auch in ihrer “Ehre” fühlen sie sich nicht befleckt denn ihre Ehre besteht ausschließlich aus “Treue” und die hatten sie ja immer gehalten.

Im alten deutschen kaiserlichen Heere gab es diese Denkart nicht denn “Ehre” hieß dort ein Gewissen haben und danach zu handeln, es war Teil des preußisch-deutschen und österreichisch-deutschen Offiziersethos der für die Mannschaften vorbildlich sein sollte, man nannte es die Ritterlichkeit oder die deutsche Waffenehre, nicht bloss die Treue halten war wichtig. So sieht man es an unzähligen Persönlichkeiten und Gruppierungen die getreu dieser Prägung des Ideals handelten. Erst später in der fanatisierten Kriegsgeneration, mit den Konzepten der “totalen Kriegsführung” mit der Radikalisierung während des zweiten Weltkrieges wurde dieses Ideal der ritterlichen Kriegführung der romantischen “christlichen Kriegsführung” vergangener Jahrhunderte immer weiter aufgegeben, dies ist der grundsätzliche Unterschied auch zu heute denn die geistigen Überzeugungen moderner Armeen haben diese geistige Verirrung nicht überwunden, da die Kriegsgeneration unkritisch – insbesondere in altrechten Kreisen – die unselige Parole “Ehre heißt Treue!” welche diese perverse Denkweise verdeutlicht unhinterfragt erhalten haben. Heutige Armeen gehen in ihrer ethischen Vorstellung von Holzschnitt artigen Blätterwerk irgendwelcher mehr oder weniger verbindlichen humanitären Rechtsnormen aus und nicht eben von einen inneren christlich motivierten Wertekanton in seiner ursprünglichen Bedeutung aus. Auch dass Konzept etwa der republikanischen Bundeswehr der “inneren Führung” berührt diesen Punkt nicht, es stellt den Gleichklang von “Treue” und “Ehre” nicht infrage sondern appelliert an den Mann selbst in seiner Haltung wie er frei diese “innere Führung” definiert.
Es fehlt der göttliche Bezug, der den Soldaten in eine identitäre Traditionslinie moralisch gefestigter Vorbilder stellt. Es ist nicht möglich sich auf Persönlichkeiten als moralische Vorbilder zu berufen ohne die tradierten Werte und Tugenden derselben selbst zu teilen, gleichzeitig ist es nicht möglich sich innerlich von einen falschen geistigen Erbe zu lösen wenn auf dieses keine wirkliche Alternative formuliert wird die dieses überwinden kann weil sie selbst aus den Wesen des deutschen Soldatentums entspringt und damit bereits eine christliche Dimension in sich bürgt.
Dass KLC lehnt diese Haltung entschieden ab, genau dass soll auch dies “Totenkopfsignum des KLC” verdeutlichen, so gibt dass Königin Luise Corps auf die Parole eine klare Antwort;

“meine Ehre heisst mehr als bloss Treue, denn meine Ehre heißt Gewissen!”

Bild: Freikorps Totenkopf Fahnenspitze –

Aus: https://facebook.com/KLC.Projekt/

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