Das Kieler Farbenspiel

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Theoretisch gäbe es nach der Landtagswahl viele Möglichkeiten eine Macht im Norden aufzustellen. Doch, da sich Parteivertreter vorab der Ausschliesseritis hingaben, ist derzeit nur wirklich ein Farbenspiel möglich. Jamaika wird diese genannt: Schwarz, gelb, grün. CDU, FDP und B’90/Die Grünen.

Doch die Grünen hadern, gemeinsam mit ihrer Jugend, angetrieben von den Jusos. Und so muss man abwarten, wie sich die Grüne Basis entscheidet. Will die Basis ihren Parteigetreuen Macht zuschustern – oder geht es wirklich noch um Politik, Grundsätze und so etwas wie Demokratie?

Denn niemand schreibt vor, dass Regierungen; ob in Schleswig-Holstein oder in NRW; ob im Reichs- oder im Landtag, wirklich die Mehrheit haben müssen. Es gäbe auch die Möglichkeit einer Minderheitenregierung. Doch daran will man in Deutschlands Politikzirkus nicht denken. Denn, dann müsste man ja arbeiten! Für jede Entscheidung um eine Mehrheit kämpfen – das bedeutet politische Überlegungen öffentlich zu machen, zu begründen, zu erklären. Und eben eine Mehrheit finden. Das ist nichts für die CDU oder die SPD. Aber auch nichts für die sich selbst nennenden Liberalen und schon gar nichts für die Grünen. Auch nicht im kühlen Norden.

Und so bleibt Kubicki am Verhandlungstisch, wie der Durchstarter Günther, und hofft auf den Segen der Grünen.Damit es vorwärts ginge im Norden – und damit die SPD noch vor der Bundestagswahl die Ämter hergeben muss.

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