Liebe Isabelle Huppert,

anlässlich der Berliner Ausstellung, mit Fotos von Ihnen, gaben Sie der FAZ ein Interview, in der Sie über Kunst sprachen. Ihrer Meinung nach solle Kunst nicht „politisch korrekt“ sein.

Ich finde Ihre Einstellung bemerkenswert. Leben wir doch in einer Zeit, die von Schubladen-Denken geprägt ist. Bestellt man sich im Lokal ein Zigeunerschnitzel, ist man Rassist, kritisiert man Merkels Einwanderungspolitik, ist man ein Nazi. Diskussionen? Differenzierungen? Entweder – oder!

Nun weiß ich aber auch, wer Sie, Frau Huppert, sind. Sie spielten in Claude-Chabrol-Filmen mit, etwa: „Madame Bovari“. Und als Jury-Präsidentin der 62. Internationalen Filmfestspiele von Cannes, wurde das Weiße Band des Österreichischen Regisseurs Michael Haneke ausgezeichnet, eines Mannes, der zu Ruhm und Ehren kam, weil er beständig die Bürgerliche Schicht als pro faschistisch darstellt, so im Weißen Band. Aber diese Denk-Schublade kennen Sie ja, Claude Chabrol war nicht anders.

Lese ich Ihr Interview, und bedenke Ihren filmischen Hintergrund, der rot gefärbt ist, dann verstehe ich Ihre Aussage über politische Korrektheit so, dass Sie damit Rechte und Nazis meinen.

Ihrer Ansicht nach soll Kunst „beunruhigen“. Chabrol hat die bürgerliche Schicht beunruhigt und wen erschreckt Haneke?

Ich kann verstehen, dass bürgerliche Menschen von Chabrol und Haneke und Ihnen beunruhigt sind, aber nicht, weil sie von ihnen allen die Wahrheit über sich erfahren, sondern, weil sie diffamiert und in Schubladen gepresst werden.

Und solche Hetze und Lüge preist sich als „Kunst“ an!

Aber ich stimme mit Ihnen, Frau Huppert, überein. Kunst soll und darf nicht politisch korrekt sein. Es ist darum notwendig, solchen „Künstlern“ wie Ihnen, den Spiegel vorzuhalten.

Mit unfreundlichen Grüßen

Wolfgang Luley

 

 

http:// www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/isabelle-huppert-im-gespraech-kunst-ist-da-um-zu-beunruhigen-15016455.htmlhttps:// de.wikipedia.org/wiki/Isabelle_Hupperthttps:// de.wikipedia.org/wiki/Claude_Chabrolhttps:// de.wikipedia.org/wiki/Das_wei%C3%9Fe_Band_%E2%80%93_Eine_deutsche_Kindergeschichte

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