Ohne Moos nix los!


Der Erfolg der AfD

Viele sahen gestern enttäuscht in den Norden. Die AfD kam zwar in den Landtag von Schleswig Holstein, aber nur einstellig. Dabei hofften die Freunde der Partei doch auf mehr. Nur die Vertreter der AfD gaben sich während des Wahlkampfes kleinlaut.

Denn die AfD hat es im Norden schwer. Die Medien schubsen den Wettstreit zwischen SPD und CDU täglich an. Umfrageinstitute errechneten ein Kopf an Kopf-Rennen, Beobachter sahen mal die SPD, mal die CDU vorn. Und viele übersahen die Truppe um Kubicki und sahen die Grünen als Mehrheitsbeschaffer der SPD. Und irgendwo war da noch der SSW. Jene nationalen, die für ihre besondere Bevölkerungsgruppe antreten und Sonderrechte geniessen.
Zusätzlich erschwerte man der AfD den Wahlauftritt: Gasthäuser verwehrten der Partei Zutritt. Nicht, weil man die Vertreter der Alternativen nicht mochte. Sondern, weil man Angst vor den Meinungsmachern der linken Seite hatte. Denn sie bedrohten Gastwirte, Hotelmanager und jeden, der irgendwie der AfD Platz bot. Dabei ist Die Linke im Norden eher eine Partei der Sonstigen. Was sich auch am Sonntag wieder bestätigte. Obwohl man sich mit 1,5% Zuwachs an Kreuzen durchaus als Gewinner zählen könnte, waren es am Ende 3,8%. Einzug verpasst.

Die AfD hingegen kam knapp in den Landtag – und setzt damit ihren Durchmarsch fort. Seit 2016 eroberte man jeden Landtag. Und das trotz Petry/Pretzell oder Höcke, trotz Gauland, trotz Weidel – oder wegen Petry/Pretzell, wegen Höcke, wegen Gauland, wegen Weidel. Je nach Sicht des Wählers und Beobachters. Die Namen der Nord-AfD hingegen kannte kaum ein Wähler. Denn man hatte prominente Wahlhelfer.

Der Machtstreit zwischen CDU und SPD war nämlich bestimmt durch die Machtversessenheit von Ralf Stegner. Jener, der; wie Kanzlerkandidat Schulz; den Wahlkampf als Krieg sieht. Stegner rief zur Gewalt gegenüber Andersdenkenden auf, verteufelte andere Ideen zur Lösung der Probleme im Land und im Bund, was viele SPD-Wähler abschreckte. So stand nur selten der SPD Ministerpräsident wirklich im Fokus der Öffentlichkeit.

Wer sich wirklich Sorgen um die Wahl machen will, der sollte sich die anderen Zahlen anschauen:
Nur 64,2% Wahlbeteiligung. Fast 14.000 ungültige Wahlscheine. Die sogenannten Volksparteien erhielten 59,2% der Stimmen. Die Grünen erreichten beinahe ihr historisches Rekordergebnis. Nur 0,3% fehlten ihr letztendlich.

Und sind wir einmal ehrlich: Ob FPÖ in Österreich, FN mit Marine Le Pen in Frankreich – oder die AfD in Deutschland. Die Probleme in den Ländern können sie nicht lösen. Erstrecht nicht als Regierungspartei, vier oder fünf Jahre wären zu kurz, die Umwandlungen kämen einem Systemumsturz gleich. Aber sie können verändern, Veränderungen umsetzen. Als Stimme des Volkes auf die Finger der Verantwortlichen schauen – und gegebenenfalls auf diese hauen. Genau dies ist der Erfolg. Einer der nicht zum Feiern einlädt, aber einer mit dem sich arbeiten lässt.

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