Friedrich Wilhelm von Steuben

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Deutscher Kämpfer für Amerika

 

Friedrich Wilhelm von Steuben wurde am 17. September 1730 in Magdeburg geboren.

Er war der Sohn eines Ingenieurhauptmannes und begleitete seinen Vater  auch nach Russland. Dort besuchte er unter anderem die Krim und besichtigte die Marinefestung Kronstadt.

Nachdem er zurückkehrte, erhielt er in Breslau seine Schulausbildung.

Bereits mit 14 Jahren begleitete er seinen Vater 1744/45 in den zweiten schlesischen Krieg und bekam dort einen ersten Einblick in das Kriegshandwerk.

Schon bald wurde er ein großer Bewunderer Friedrichs des Großen und trat als 17 jähriger in die preußische Armee ein.

Er nahm am siebenjährigen Krieg, zuerst in den Reihen eines Infanterieregiments und danach im Freibataillon unter Johann von Mayr teil.

Nach dessen Tod beorderte man von Steuben 1759 in den Generalstab Friedrichs des Großen.

Dort hatte er sich vorzugsweise mit der Strategie der britischen und französischen Armee zu beschäftigen.

Der „Alte Fritz“ schätzte die Dienste Friedrich Wilhelm von Steubens sehr und so wurde er 1762 in die Sonderklasse der „Kriegskunst“ aufgenommen, dies war ein Lehrgang welche vom König persönlich geführt wurde.

Nach dem siebenjährigen Krieg nahm er seinen Abschied aus der preußischen Armee.

Ab 1764 bekleidete von Steuben das Amt des Hofmarschalls beim Fürsten von Hohenzollern- Hechingen.

Als er 1777 eine Dienstreise nach Paris  unternahm, lernte er dort den amerikanischen Botschafter Benjamin Franklin kennen.

Dieser suchte erfahrene Offiziere für den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.

Er erhielt von Franklin ein Empfehlungsschreiben und machte sich damit auf dem Weg zu George Washington. Er schiffte sich in Marseille ein und kam am 26. September 1777 in Portsmouth in New Hampshire an.

Am 5. Februar stellte er sich dem Kongress vor und meldete sich danach unverzüglich bei George Washington als Freiwilliger, welcher nun der Oberbefehlshaber der Unabhängikeitsarmee war.

 

Die wichtigste Aufgabe von Steubens in Amerika bestand darin, eine professionelle und schlagkräftige Armee aufzustellen.

Die Armeen der 13  Kolonien bestand bis dahin aus 5.000 Mann. Sie war in einem schlechten Zustand, hatte keine Struktur und Disziplin.

Friedrich Wilhelm von Steuben sprach zwar kein Englisch, konnte sich aber mit vielen Offizieren auf Französisch verständigen.  Daher konnte er sich sicher sein, das sein Ausbildungsprogramm auch durchgeführt wurde.

Im März stellte er eine erste „Musterkompanie“  aus 100 Mann auf. Diese drillte er nach preußischem Muster .

Dabei legte er besonderen Wert auf den Salvenschuss, um die Feuerkraft zu erhöhen, sowie auf den Kampf mit dem Bajonett.

Diese „Musterkompanie“ diente als Kernstück einer zukünftigen Armee und wurde nach jedem  Abschnitt zu anderen Einheiten geschickt, um wiederum diese Auszubilden.

Auf bestreben Washingtons bestätigte ihn der Kongress als Generalinspekteur der Kontinentalarmee.

Der Erfolg seiner Ausbildungsarbeit zeigte sich bereits bei der Schlacht von Monmouth am 28. Juni 1778. Dort führte er seine Soldaten aus einer schier aussichtslosen Situation zum Sieg.

Diese Schlacht gilt im Nachhinein als Wendepunkt im gesamten Unabhängigkeitskrieg

Seinen wichtigsten Sieg jedoch erzielte von Steuben jedoch im Oktober  1781 in der Schlacht von Yorktown. Dort führt er die 3. Division. Dieser Sieg  beendete den Krieg in seiner Gesamtheit.

Erst im Jahr 1784 wurde Friedrich Wilhelm von Steuben amerikanischer Staatsbürger und starb 10 Jahre später auf seiner Farm in Oneida County, New York

Das er bis zum heutigen Tag eine sehr hohe Wertschätzung in den Vereinigten Staaten besitzt, zeigt sich darin, das mehrere Ortschaften oder Countys seinen Namen tragen und das es jedes Jahr eine „Steuben- Parade“ in New York gibt.

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