Ohne Moos nix los!


Fakebook macht auf Facenews

Nun ist es soweit: Das Netzwerk Facebook schreitet in den Kampf – gegen Fakenews. Immerhin hat die Bundesregierung vor diesen Falschmeldungen so sehr Angst, das private Unternehmen angeheuert wurden, um diese aufzuspüren und zu vernichten. Sogar ein Gesetz, das jeder Freiheit widerspricht, das NetzDG, wurde dafür entwickelt.

Nun also dürfen Organisationen, wie die Amadeu Antonio Stiftung oder Correctiv, Polizei, Staatsanwalt und Richter zu gleich spielen. Einen Anwalt nämlich gibt es nicht, weil es nichts zu verteidigen gibt. Nicht der Nutzer entscheidet mehr was er lesen will und kann, was er verstehen will, sondern Organisationen, die nun staatliche Kontrollaufgaben übernehmen. Und so schweben über jeden Nutzer und über jeden der Nutzermeinungen zu lässt ab sofort Geldstrafen die Unternehmen und Leben zu Grunde richten können (und werden).

Adam Mosseri lässt dazu im Presseportal des Unternehmens formulieren

Und so gibt es nun ein Kästchen, für jeden:

und demnächst eine Art “Schulung”. Vorab kann man sich schon mal über Facebook informieren, woran man Fakenews erkennt. Zusammengestellt von Correctiv, klicksafe.de, DsiN (sicher-im-netz.de) und der Stiftung digitale Chancen.

  1. Lies Überschriften kritisch. Falschmeldungen haben häufig reißerische Überschriften in Großbuchstaben und mit Ausrufezeichen. Wenn schockierende Behauptungen in der Überschrift unglaubwürdig klingen, sind sie es vermutlich auch.
  2. Sieh dir die URL genau an. Eine unechte oder nachahmende URL kann ein Hinweis auf Falschmeldungen sein. Viele Seiten mit Falschmeldungen ahmen echte Nachrichtenquellen nach, indem sie minimale Änderungen an der URL vornehmen. Du kannst die Seite aufrufen, um die URL mit etablierten Quellen zu vergleichen.
  3. Überprüfe die Quelle. Stelle sicher, dass die Meldung von einer Quelle stammt, der du vertraust, und die für ihre Glaubwürdigkeit bekannt ist. Wenn die Meldung von einer unbekannten Organisation stammt, überprüfe den Abschnitt „Info“, um mehr zu erfahren.
  4. Achte auf ungewöhnliche Formatierungen. Viele Seiten mit Falschmeldungen enthalten Tippfehler oder seltsame Layouts. Lies mit Vorsicht, wenn du so etwas bemerkst.
  5. Sieh dir Fotos genau an. Falschmeldungen enthalten häufig manipulierte Bilder oder Videos. Manchmal ist das Foto echt, wurde jedoch aus dem Kontext gerissen. Du kannst nach dem Foto oder Bild suchen, um zu überprüfen, woher es stammt.
  6. Überprüfe die Datumsangaben. Falschmeldungen können chronologisch unlogisch sein sowie geänderte Datumsangaben von Ereignissen enthalten.
  7. Sie dir die Beweise genau an. Sieh dir die Beweise des Autors genau an. Mangelnde Beweise oder der Verweis auf ungenannte Experten können ein Hinweis auf eine Falschmeldung sein.
  8. Sieh dir andere Berichte an. Wenn keine andere Nachrichtenquelle dieselbe Meldung veröffentlicht, kann das ein Hinweis darauf sein, dass die Meldung falsch ist. Wenn die Meldung von mehreren vertrauenswürdigen Quellen veröffentlicht wird, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie wahr ist.
  9. Ist die Meldung ein Scherz? Manchmal ist es schwierig, Falschmeldungen von Humor und Satire zu unterscheiden. Überprüfe, ob die Quelle für Parodien bekannt ist und ob die in der Meldung enthaltenen Details und ihr Ton darauf hindeuten, dass es sich lediglich um einen Scherz handelt.
  10. Einige Meldungen sind bewusst falsch. Denke kritisch über die Meldungen nach, die du liest, und teile nur Neuigkeiten, von denen du weißt, dass sie glaubwürdig sind.

Unbekannt ist, ob man sich damit nun gegen die unzähligen Verweise des Axel-Springer-Verlages oder die von ARD und ZDF stellt. Denn immerhin lebt(e) ein Blog von BILD-Falschmeldungen, die auch in den anderen Publikationen des Verlages und andernorts zu lesen war.  Und unsere staatlich organisierten Rundfunksender werden in dem Blog Propagandaschau beinahe täglich kritisch beäugt.

Da der geneigte Medienkonsument mittlerweile verstanden hat, dass das Pressesystem der BRDdeutschen Qualitätsmedien miteinander verbunden ist, man untereinander abschreibt, gern einseitig berichtet, könnten obige Punkte auf BILD bis Stern, auf ARD bis Spiegel hindeuten. Möge also der kritische Facebook-User diese Seiten an die Initiatoren melden und ansonsten meiden.

Doch diese Fakenews-Kampagne richtet sich nicht gegen die staatstreuen, unkritischen Medienhäuser: Wie das Leistungsschutzrecht, das NetzDG und andere Vorschriften und Gesetze wurde diese erschaffen, um unabhängige Medien zu schwächen. Deshalb, verehrte Leser, ist es um so wichtiger, den freien, unabhängigen, kritischen Medien Gehör zu verschaffen. Dies ist einfach: Statt BILD-Links teilt man auf Facebook zum Beispiel die Artikel des Preussischen Anzeigers. Oder ihr helft mit, bei der stetigen Aufbauarbeit: sei es durch Hinweise oder freiwilligen Zahlungen. Denn Freiheit gibt es nicht umsonst. Jeden Tag muss man darum kämpfen!

 

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One comment on “Fakebook macht auf Facenews
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