Kein Til auf Bundesligatrikots

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Da wird es Til Schweiger die Sprache verschlagen, seinem Namen mal gerecht werden. Der unermüdliche Darsteller, der in Hamburg schonmal überteuertes Wasser verkauft und Millionen mit der Flüchtlingshilfe verdienen will, trifft nicht überall auf Applaus. Ähnlich wie bei seinem Kinofilm wenden sich diesmal nicht die Zuschauer, sondern die Fußballvereine von ihm ab.

Dieses Jahr sollte am 32. Spieltag die “Til Schweiger Foundation” auf den Trikots der Bundesligavereine sein. Doch einige Vereine stemmen sich dagegen.

Schalkes Mediendirektor Thomas Spiegel sagt der “Welt”:

“In der Flüchtlingshilfe engagiert sich unser Klub schon lange selbst sehr aktiv mit seiner Stiftung ‘Schalke hilft!’. Es erscheint uns daher wenig zielführend, aktiv auf unserem Trikot zusätzlich auf eine andere wohltätige Organisation hinzuweisen.”

Christian Frommert, der Mediendirektor von 1899 Hoffenheim, sieht das ähnlich:

“Die ‘Til Schweiger Foundation’ macht sicher eine gute Arbeit. Das aber machen viele andere Stiftungen und Einrichtungen hierzulande auch, denen weit weniger Prominenz zuteil wird als der Stiftung eines international bekannten Schauspielers.”

Die Vereine dürfen eine eigene gemeinnützige Aktion aber nicht auf die Hemden der Spieler nehmen – was zum Beispiel Hoffenheim gerne getan hätte. Was sich eigentlich der Grundidee entgegenstellt. Aber nach der “BILD” – Aktion “Bild hilft” und anderen eher peinlichen Aktionen könnte der DFB mal andere Hilfsorganisationen in den Mittelpunkt stellen: jene die Obdachlosen helfen, jene, die HARTZIV-Mitteilungen prüfen, jene, die Menschen aus Schuldenbergen befreien. Eben jene, die sich um das Wohlergehen der unteren Einkommensklassen der Millionen Bürger kümmern. Aber das wäre Kritik am Staat und dem DFB wohl kaum abzuringen.

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