Deniz Yücel – Verrat an Deutschland mit diplomatischer Hilfe

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Deniz Yücel war von 2007 bis 2015 Redakteur der taz und wechselte 2015 als Türkei-Korrespondent zur WeltN24-Gruppe. Kurz – von links-aussen wechselte er zu einer angeblichen konservativen Mediengesellschaft. Und feierte den Untergang Deutschlands, die Krankheit politischer Gegner. Vor allem aber, war er der Meinung, dass man überall etwas besseres finden würde als Deutschland.

Yücel ist ein sogenannter Deutsch-Türke. Nichts richtiges, nichts ganzes. Ein Springer zwischen zwei Staaten, zwei Gesellschaften. Wobei ihm das türkische derzeit weniger passen dürfte.

Yücel - Aussagen in der taz zu Sarrazin und Deutschland
Grafik: Fundsache Internet

 

Trotz dieser Aussagen, trotz der persönlichen Entscheidung Yücels nicht nur Türke oder nicht nur den deutschen Pass zu tragen, mahnt die Bundesregierung die Türkei an und verhandelt um Yücels Freilassung. Man könnte denken, die Türkei wäre die neue DDR. Wie viel Steuergeld wird für die Freilassung des Korrespondenten fliessen?

“Natürlich erwarten wir von der türkischen Seite, dass auch in Zukunft bei Bedarf Besuche der Inhaftierten ohne Verzögerung ermöglicht werden”,

sagte eine Vizeregierungssprecherin, nachdem der deutsche Generalkonsul den deutschtürkischen Journalisten erstmals in Haft besuchen durfte. Die türkischen Behörden werfen Yücel Volksverhetzung, Terrorpropaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK und die von Ankara geächtete Gülen-Bewegung vor. Und wenn man die Zitate liest, so fragt man sich, warum die deutschen Behörden nicht tätig wurden. Aber Volksverhetzung gilt in Deutschland nicht, wenn man über Deutsche und Deutschland hetzt. Und man fragt sich, warum N24/Die Welt diesen Mann Zeile um Zeile ausformulieren liessen.

Statt einem Einlenken bekam Yüzel nun noch große Ehren.
Am Mittwoch zeichnete der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) ihn mit einem Theodor-Wolff-Sonderpreis aus. Mit der Auszeichnung solle zugleich “im Geist von Theodor Wolff ein Zeichen für die Pressefreiheit gesetzt werden”, die in der Türkei und an vielen anderen Orten der Welt mit Füßen getreten werde, hieß es zur Begründung. – Von der Einschränkung der deutschen Pressefreiheit wurde nicht gesprochen.

Mehrere hundert Unterschriften sind inzwischen bei einer Solidaritätsaktion für den in der Türkei inhaftierten Journalisten Deniz Yücel zusammengekommen. Das sagte der Initiator der Mahnwache auf dem Alten Markt, Frank Plümacher, gestern

berichtet die RP online. Und erwähnt, dass die Unterschriftensammlung unter Polizeischutz stattfinden musste. Allerdings nicht wegen aufgebrachten AfD’lern, NPD#lern oder Rechten. Nein, weil Yücel zeitgleich zum Freiheitshelden erhoben wird. Jener, der Sarrazin einen nächsten – vielleicht endgültigen – Schlaganfall wünscht, jener der den Abgang der Deutschen feiert. Freiheitsheld ist er aber, in Deutschland, weil er sich gegen Erdogans Pläne ausspricht. Gegen die deutsche Politwillkür, ob das NetzDG oder die Verurteilungen angeblicher Hetzer oder die GEZ-Jagd sprach er sich bisher nicht aus. Denn dann würde er weder von der taz noch von der Weltgruppe medial begleitet werden. Dabei gäbe es mehr als fünf in der Türkei inhaftierte Deutsche und Deutschtürken und weitere sind in der Türkei festgesetzt worden:

Rund sechs Monate nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei sitzen dort mehrere Deutsche fest. Das teilte der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Michael Roth (SPD), am Mittwoch in der Fragestunde des Bundestags mit. Nach Angaben von Roth, der eine Frage des Linksfraktions-Abgeordneten Andrej Hunko beantwortete, handelt es sich um fünf deutsche Staatsbürger, „die nach dem Putschversuch festgenommen wurden, aufgrund politischer beziehungsweise terroristischer Strafvorwürfe“. Darunter befänden sich aber keine Journalisten, Anwälte oder Politiker deutscher Staatsangehörigkeit. Was den Betroffenen konkret vorgeworfen wird, teilte Roth nicht mit.

berichtet im Januar das Handelsblatt. Doch die haben nicht regierungskonform getippt und veröffentlicht. Und so entsteht im Fall Yücel eine Karikatur. Die Karikatur des deutsch-türkischen Verhältnisses. Und ein weiterer Schritt in eine Parallelgesellschaft innerhalb Deutschlands. Gefördert von der Türkei. Unterstützt von den Deutschen, die der taz und Welt, der BILD und der tagesschau und notfalls Frau im Spiegel ihr Wissen verdanken.

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