Aufklärung statt Gegenpropaganda oder „Uns geht es doch gut im internationalem Vergleich!“

Wussten Sie, dass viele Hollywood-Filme, sogenannte Blockbuster, vom amerikanischen Militär mitproduziert werden?
Wussten Sie, dass Ihre Tageszeitung in einer Druckerei hergestellt wird, die unter anderem von der SPD geführt wird?
Wussten Sie, dass die Führungsebene der großen Verlage regelmässig mit der politischen Elite der BRD zum Kaffeeklatsch trifft?
Wussten Sie, dass Stiftungen Parteien refinanzieren, Steuergelder für die politische Bildung ausgegeben werden?

Natürlich wissen Sie dies, weil Sie sich anders, alternativ, informieren. Zum Beispiel den Preussischen Anzeiger lesen.

Und dies ist auch der Grund für unsere Arbeit: Wir wollen nicht provozieren, keine Gegenpropaganda aufbauen, wie andere Zeitschriften aus dem bürgerlichen, dem rechten, dem alternativen Spektrum. Wir wollen kein Hass aufbauen. Wir wollen informieren – sachlich. Wir wollen aufklären – mit Fakten.

… noch … noch darf man!

Tut man dies als Privatbürger, zum Beispiel auf Facebook, so wie ich es gestern tat und reagiert man dabei nicht auf die Reizworte der anderen; so wird man schnell als Troll, als Dummkopf, als Kiffer bezeichnet. Einige Antworten später kommt dann die Nazikeule oder es werden Wörter verdreht, die man vorab anderswo veröffentlichte. Und ja, Sie werden dies kennen. Viele sagen mir dann immer wieder, warum tust du dies, es bringt doch nichts. Eine, meine, Antwort ist, das es ausreicht, wenn sich der Diskussionspartner damit beschäftigen muss. Es werden deshalb keine 10 oder gar 100 Menschen „umfallen“ und sich plötzlich von BILD, SPIEGEL, FOCUS abwenden – und den Preussischen Anzeiger lesen. Aber vielleicht einer, der diese Seite öffnet und versteht: Hier stehen Fakten. Vielleicht einer der den Preussischen Anzeiger kauft und versteht: Hier stehen Fakten. Fakten darüber, wie wir uns selbst ausspionieren; Fakten die aufzeigen, das das Euro-und Bankendesaster längst nicht beendet ist. Fakten, die uns die Geschichte darlegen. Und keine Hetze gegen Trump, keine gegen Merkel, keine gegen Schulz – sondern Fakten.

Der Redaktion ist es bewusst: Wir hätten mehr Leser, mehr Käufer, mehr Unterstützer, würden wir auf BILD-Niveau arbeiten, auf SPIEGEL-Niveau hetzen. Doch wir würden uns, unserem Ziel, unserer Aufgabe nicht gerecht: Informationen weiterreichen, Aufklärung betreiben.

Zum Beispiel darüber, dass private Organisationen (!), Polizei und Staatsschutz jederzeit uns über unsere Smartphones und PC’s abhören dürfen. Zum Beispiel darüber, dass die BRD mehr Schulden hat, als sie jemals aufbringen könnte – Stichwort Target2. Zum Beispiel darüber, dass die Diktatur der Politelite und Parteien die Diktatur des Proletariats ablöste und wie die SED zu DDR-Zeiten die Medien beherrscht. Fakten, die man nicht widerlegen kann. Aber auch Fakten die sich schwer verkaufen, schwer vermitteln lassen. Einzig, weil viele in Ihrer Blase der Selbstgerechtigkeit verweilen wollen. Das Motto: „Uns geht es doch gut im internationalem Vergleich!“ Ist es so?

Ja, wenn man sich nach unten orientiert. Pressefreiheit : 2016 um vier Plätze auf Rang 16 verschlechtert, World Happiness 2015/2016 Platz 16 – hinter Ländern wie den USA (14), Costa Rica (12) oder Israel (11) – wir stehen echt super da, so im internationalem Vergleich.
„Für neugeborene Jungen beträgt die Lebenserwartung inzwischen 78 Jahre und zwei Monate, für Mädchen sogar 83 Jahre und einen Monat. “ berichtete der Spiegel stolz. Im Gegensatz: „Im Jahr 2012 erreichte die mittlere Lebenserwartung im Durchschnitt der 28 EU-Staaten bei Geburt 83,2 Jahre
bei Frauen und 77,4 Jahre bei Männern“ berichtete rki (https://www.rki.de/…/10_gesundheit_in_deutschland.pdf…) Ja uns geht es richtig gut. Zu alt dürfen wir sowieso nicht werden, schreibt uns die Rentenkasse vor – soviele Pfandflaschen gibt es ja gar nicht.
Zehntausende Haushalte ohne Strom und Heizung, Armut steigt, nach vielfältigen Umfragen, aber uns geht es gut, im internationalen Vergleich. Irgendeinem Staat in Afrika geht es ja noch schlechter.
Uns geht es so gut, das das Land der Ingenieure weder einen Flughafen bauen noch Brücken instantsetzen können. In der Schulbildung hängen wir hinten nach … Aber wir schaffen das, uns geht es gut – unsere Parolen, damit wir auf Trump schauen können, der nicht alles in den ersten Tagen umsetzte was er versprach. Und nicht auf Merkel, die bisher kein Wahlversprechen umsetzte: Die HartzIV- und Kindergelderhöhung waren wohl mehr als satirischer Regierungsbeitrag gemeint und keine Wohltat. Dies waren aber die Diätenerhöhungen, das Schauspiel um Steuern und Erbsteuern.

Fakten, die das „Uns geht es doch gut“ belegen könnten, bekam ich in der gestrigen Diskussion nicht. Wohl aber Propaganda, Schimpfwörter und Aussagen ohne Inhalt. In solchen Zeiten Inhalte verkaufen zu wollen ist schwer – schwerer als ich es vor 5 Jahren dachte, schwerer als es die Autoren und die Redaktion wahr haben will. Und so bleiben wir in unserer Blase und hoffen. Hoffen, das Inhalte zählen, statt Propaganda – nicht nur im Wahljahr.

 

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