Flüchtlingsfrauen beklagen mittelmäßige Lebensqualität in Deutschland

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Für eine Studie der Berliner Charité wurden 639 Migrantinnen in Aufnahmeeinrichtungen in fünf Stadt- und Landgebieten zu ihrer Flucht, ihren Lebensumstände in der Heimat und jetzt in Deutschland befragt. Die große Mehrheit der geflüchteten Frauen in Deutschland ist demnach zwischen 17 und 39 Jahren alt und sei vor allem wegen des Krieges, Terrors und der Lebensgefahr geflüchtet. Ihre aktuelle Lebensqualität in Deutschland bewertet knapp die Hälfte der Frauen als mittelmäßig, vor allem die Wohnsituation sei schlecht oder sehr schlecht, die hygienischen Bedingungen mangelhaft. Sie klagen über sexuelle Übergriffe, Lärm, Diskriminierung und ein Klima der Respektlosigkeit. Das Schlimmste aber sei das Fehlen der Privatsphäre. Laut der Charité-Studie fühlen sich die meisten der Befragten in den Unterkünften ärztlich schlecht betreut, auch eine psychologische Betreuung gebe es häufig nicht. Großen Kummer bereitet den Frauen die Trennung von ihren Familien.

Diese Studie sollte alle wachrütteln! Jene, die sich mehr Refuggees wünschen, aber auch jene, die sich vielleicht denken, dass diese Frauen zuhause in Lehmhütten hausen müssten und deshalb ihre Fresse zu halten hätten. Diesen unmenschlichen und unmoralischen Kommentar entdeckte ich heute auf Facebook.

Viele eher müssten sich doch Fragen stellen – und Antworten finden lassen. Denn die Wohnsituation verschlechtert sich in der BRD zusehens. Für Deutsche, für Ausländer, für alle! Da der soziale Wohnungsbau weder sozial noch ein wirklicher Bau ist.
Und warum schafft es der Staat nicht Frauen zu schützen? Zahlreiche Vergewaltigungen zeigen uns auf, das sexuelle Übergriffe nicht nur ein Problem für Flüchtlingsfrauen sind, sondern auch für deutsche Frauen, Mütter und sogar Kinder! Diskriminierung, Respektlosigkeit betrifft auch und immer öfter die deutschen Mitbürger.
Ärztliche Betreuung? Wer auf dem Land lebt, darf suchen, am Wochenende, wenn keine Busse fahren, zusehen, wie er 20, 30, 50 Kilometer zum ärztlichen Bereitschaftsdienst kommt. Psychologische Betreuung? Versuchen Sie mal als Deutscher einen Termin beim Psychologen zu bekommen…

All diese Mittelmässigkeit, die die Flüchtlingsfrauen anmahnten, gibt es auch für Deutsche! Von daher sollten die Landesregierungen und die Bundesregierung – aber vorallem der Bürger aufwachen und die Situation ändern.

… noch … noch darf man!

Die Flüchtlingsfrauen vermissen ihre Heimat – doch dort herrscht Krieg und Zerstörung. Auch mit deutschen Waffen! Zum Teil unterstützt durch Einsatzbefehle der Bundeswehr! Krieg, Terror der bereits Europa; wie gestern in London, vorher in Brüssel, Paris, Madrid; Terror der bereits Deutschland, wie in Berlin, Bayern, Baden-Würtemberg, erreicht hat. So vermissen auch Europäer, Deutsche ihre Heimat, obwohl sie – nach Ortsnamen – noch darin leben. Doch Heimat ist etwas anderes!

Natürlich sollten die befragten Frauen keine Forderungen stellen. Als Kriegsflüchtling ist man mit wenig und Sicherheit zufrieden. Doch, wenn diese Sicherheit versiegt, was sollen die Frauen erwarten dürfen. Was dürfen wir noch erwarten? Woran soll sich die Flüchtlingsfrau anpassen – und warum überhaupt? Gilt doch das Asyl als Kriegsflüchtling nur solange wie im Heimatland Krieg herrscht. Gerade wir Deutschen sollten wissen, wie wichtig Frauen nach einem Krieg sind, wie wichtig sie für den Aufbau eines Landes sind, wenn Väter erschossen, Männer in Kriegsgewahrsam sind.

Zeit wäre es, wenn umgedacht wird. Doch mit einem voraussichtlichen Sieg der etablierten Parteien, im Saarland, in NRW oder im Herbst bundesweit, ändert sich nichts. Weder für die befragten Frauen, noch für uns.

 

 

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