Der Staat ist in der Pflicht, Opel endlich zu einem eigenständigen Konzern zu machen!

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Der Opel-Blitz ist zerkratzt. Die glanzvollen Zeiten sind schon lange her. In den letzten Jahren schrieb der Autobauer rote Zahlen. Nun kommt ein neuer Tiefpunkt, der, wie es in Deutschland so üblich ist, als Erfolg gefeiert wird: Der Verkauf an PSA Peugeot. Die Folgen sind aktuell noch nicht absehbar. Doch vieles lässt sich erahnen. Die Arbeiter haben nur bis Ende 2018 einen Schutz vor betriebsinterner Kündigung. Danach ist alles offen. Dennoch begrüßt die Landesregierung von Rheinland-Pfalz den Verkauf von Opel an die Franzosen. Es liegt auf der Hand, dass ab 2019 große Entlassungen folgen müssen. Opel und der PSA-Konzern mit seinen Untermarken produzieren Fahrzeuge in ähnlichen Marktbereichen. Dadurch wird es zu einem Überfluss an Produktionskapazitäten kommen. Gerade die ohnehin angeschlagene deutsche Zuliefererindustrie wird davon betroffen sein. Zu Recht werden die Franzosen auf ihre eigenen Zulieferer setzen und die Produktionen vereinheitlichen. Wie es schon GM über Jahrzehnte tat, werden die Franzosen die Patente aus Opel heraus ziehen, eine Zeit lang vom Markennamen in Europa profitieren und irgend wann das Interesse verlieren. Denn aktuell ist es nicht möglich, Opel zu einem Unternehmen zu machen, welches Gewinn abwirft. Dazu müsste Opel die Möglichkeit haben, die Märkte auf anderen Kontinenten zu erschließen. Unter GM durfte Opel nur in Europa (außer in Großbritannien) und Teilen Afrikas seine Modelle als Opel verkaufen. In den übrigen Kontinenten ist der Name Opel weitgehend unbekannt. GM verkaufte Opel-Modelle in Amerika als Chevrolet, in Australien als Holden und in China als Buick. Dort Opel als ernsthafte Marke zu etablieren, würde viele Investitionen voraussetzen und Jahre dauern. Doch mit Sicherheit wäre damit die weltweite Etablierung eines deutschen Qualitätsnamens ähnlich wie „VW“ oder „Mercedes-Benz“ möglich. Opel-Fahrzeuge sind weltweit beliebt, auch wenn außerhalb Europas kaum jemand weiß, dass er in einem Opel sitzt.

Der Staat ist darum gefragt, endlich einzugreifen. Bei Bankenrettungen ist keine Millarde zu viel. Doch wenn es um tatsächliche Arbeitsplätze und um das Ansehen deutscher Ingenieurskunst in der ganzen Welt geht, stielt sich der Staat aus der Verantwortung. Opel muss vom Staat aufgekauft werden. Idealerweise verstaatlicht zumindest aber als eigenständiges Unternehmen unter deutscher Führung in der Welt etabliert werden. Die nötigen Mittel für Investitionen um die Marke Opel in Asien, Amerika und Australien bekannt zu machen und durch PR-Kampagnen darauf hinzuweisen, welche bisher auf den jeweiligen Märkten bekannten und beliebten Automodelle eigentlich Entwicklungen von Opel sind, müssten bereit gestellt werden. Dann würde sich dort sehr schnell ein Absatzmarkt entwickeln, der Opel bisher vollkommen entgangen ist und von dem nur GM profitierte. Denn die aktuellen Modelle von Opel können den Vergleich mit jeder Konkurrenz stand halten. Der Opel Adam und Karl sind im Kleinwagen-Bereich klare Preis-Leistungs-Sieger. Die vergleichbaren Modelle, etwa von VW (UP, Polo) oder Ford (KA, Fiesta) sind um mehr als 1000€ teurer und haben oft weniger an Ausstattung. Opel hat nach wie vor eine führende Entwicklungsabteilung. Der Opel Insignia hat den gleichen technischen Stand wie ein hochpreisiger BMW oder Benz – und das wesentlich kostengünstiger! Das Produkt ist also nicht (mehr) das Problem. Nur die Vermarktung muss endlich wieder vollumfänglich ohne Sperre ganzer Absatzmärkte statt finden. Zudem müsste Opel endlich wieder mit ernsthaften Entwicklungen in die Bereiche „Sportwagen“, „Geländewagen“, „LKW“ und „Limousine“ vorstoßen. Dort hatte Opel traditionell seine treuesten Kunden, die fast schon fanatische und eingeschworene Anhänger aus Leidenschaft und Überzeugung waren. Es gab sogar Lieder mit Titeln wie „Wer was auf sich hält, der fährt jetzt Opel“. Doch diese verlor man mit dem jeweiligen Ende der entsprechenden Produktionsreihen.

In den 90er Jahren machte Opel hier einige schwerwiegende Fehler. Ende der 90er war Opel als „Montagsauto“ verrufen. Das lag an überzogenen Sparmaßnahmen an der Qualität. Ein Fehler, vermutlich auch aufgrund angeordneter Gewinnzahlen aus den USA geschehen, der sich lange gerächt hat. Es war ein großer Fehler in der Geschichte Opels, dass der Konzern viele erfolgreiche Baureihen der 80er, insbesondere die Heckgetriebenen, eingestellt hat. Überzeugte Fahrer von heckgetriebenen Fahrzeugen verlor man daher zu recht etwa an BMW. Mit dem Ende der Kultmodelle „Manta“, „Kadett“, „Ascona“ usw begann der offenkundige Niedergang Opels. Nachfolgemodelle konnten die gewohnt hohen Anforderungen der Kundschaft nicht mehr erfüllen. Darum konnte etwa der frontgetriebene Calibra nie zum anerkannten Nachfolger des Manta und der Vectra nie zum Nachfolger des Ascona werden. Die Folge war die Einstellung der Sportwagenserien bis 1997. Damit verlor Opel auch seine Werbung im Motorsport, indem seit ende der 90er Jahre kein Opel mehr präsent ist. Opel warb über Jahrzehnte bei den namenhaftesten Rennveranstaltungen für sich und gewann damit Kunden. Etwa, als Walter Röhrl in seinem Ascona 400 Rally-Weltmeister wurde. Röhrl führ anschließend noch für Audi. Doch an seine Opel-Erfolge konnte er nicht mehr anknüpfen. Ähnliche Fahrleistungen konnte in den 70er und 80er Jahren weltweit kaum ein anderer heckgetriebener Wagen im Rallysport aufweisen. Kultfilme wie „MantaManta“ stützten das Image des „Volkssportwagen“, der auf Augenhöhe mit Autos weit über 100.000DM stand. Ähnlich war es bei den Geländewagen. 2003 endete dann mit dem Omega B die Produktion der letzten heckgetriebenen Limousine. Der frontgetriebene Insignia ist für jeden überzeugten Omega-Fahrer kein Ersatz. Auch hier wanderten die Kunden zu Benz, BMW usw ab – unnötig. Noch etwas weiter in der Geschichte zurück, findet sich noch die Jahrhundert-Erfolgsgeschichte Opel Blitz. Der LKW wurde von den späten 1920er Jahren bis weit in die 60er gebaut. Er wurde zum Standarttransporter der Wehrmacht und sogar Mercedes-Benz musste auf höchste Anordung Opel Blitz bauen. Auf dem „Blitz“ basiert ein guter Teil der Benz-LKW-Entwicklungen nach dem 2. Weltkrieg. Auch hier gab man eine führungsrolle in der Automobilbaukunst ohne Not auf und überlies der Konkurrenz den Erfolg.

Es würde selbstverständlich hohe Entwicklungskosten benötigen, diese alten Baureihen in gewohnter Qualität aufleben zu lassen. Doch damit könnte Opel wieder zu der Kultmarke werden, die es einmal war. Ein schwerer Weg mit Risiken und Kosten. Doch tausend mal sinnvoller als jede Bankenrettung. Wenn dieser Weg nicht bald gegangen wird, werden wir das Ende einer weiteren großen Traditionsmarke und damit den Tod eines weiteren Teils der deutschen Geschichte erleben.

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