Fake News Warnhinweise und “Faktenprüfer”

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Facebook will nun, auf Anweisung der Bundesregierung, Warnhinweise anbringen. Dies ist keineswegs neu, hatte doch Facebook bereits seit Jahren eine Durchgangsschleuse eröffnet, wonach unwillige Seiten über Facebook gar nicht erst aufgerufen werden konnten. Auch der PA war hiervon einst betroffen – treue Leser erinnern sich.

Diese Schleuse hatte aber auch gutes im Sinn. Nämlich den Nutzer vor Trojanern, außer dem Bundesaushorchungsprogramm des BND und der NSA, und Viren zu schützen.

Nun aber soll der Facebooknutzer vor freien Informationen geschützt werden. Warnhinweise sind geplant. Natürlich nicht, wenn ARD und ZDF wieder falsch oder ungenau berichten. Nur den “anderen” soll es an den Kragen gehen. Nach mdr-Informationen soll nun auch das “Recherchezentrum Correctiv” darin eingebunden werden.Allerdings solle Correctiv von Facebook kein Geld bekommen – sonst würde Facebook-Initiator Zuckerberg noch arm werden. Stattdessen finanziert sich Correctiv ausschließlich über Spenden und Zuwendungen von Stiftungen. “Correctiv behält sich aber vor, Geld von Spendern abzulehnen, mit deren ethischen Grundsätzen die Redaktion nicht einverstanden ist. Correctiv gibt als Selbstverständnis an, unabhängig, gemeinnützig, investigativ und der Gesellschaft verpflichtet zu arbeiten. Die Redaktion nimmt einen Bildungsauftrag für sich in Anspruch. Basis der Arbeit von Correctiv ist die Überzeugung , dass Recherche-Journalismus in einer Demokratie sytemrelevat ist.” formuliert man über sich selbst.

Währenddessen mahnt der noch-stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki, Facebook dürfe nicht “zu einer Zensurbehörde werden”. Aber seine Warnungen, als scheidender FDP-Mann, werden in den Wind getragen, so dass in wenigen Monaten von freier Meinungsbildung, unabhängiger Berichterstattung nichts mehr bleiben wird. Außer, die Leser stärken ihre Informationsquellen.

 

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