Tichys Einblick knickt ein

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Ein Nutzer löscht seinen Xing-Account. Sollte kaum auffallen. Doch heute macht man nichts, ohne mediale Aufmerksamkeit zu erhaschen. Und so twitterte Mathias Richel seine Entscheidung – und traf auf viele Nachahmer.

Der Grund: Auf der liberalen Blogseite Tichys Einblick hatte Autor Jürgen Fritz einen Beitrag unter dem Titel „Warum Sie mit psychopathologisch gestörten Gutmenschen nicht diskutieren sollten“ verfasst. Dort bezeichnete Fritz „grün-linke Gutmenschen“ als „geistig-psychisch krank“. Man könnte also sagen, er wollte sich in die Reihe der Politprominenz einreihen, die selbstdenkende und besorgte Bürger als „Arschloch“, „Pack“ und „Mischpoke“ bezeichnen.

Doch Tichy verdient sein Geld mit Xing – mit dem sogenannten „Klartext“. Ein mehr oder minder journalistischer Rundbrief an die Xing-Nutzer. Und da nicht sein kann, was nicht Bundesregierungskonform ist, enschied sich der Kreativdirektor bei der Berliner Social Media-Agentur TLGG, Richel, dazu, seinem Unmut auf Facebook und Twitter zu veröffentlichen.

Einige Nutzer folgten Richel, manche aktivierten sogar ihren Altzugang wieder, um sich dann abzumelden. Und berichteten darüber auch stolz auf Twitter.

Theoretisch müssten Richel und Freunde nun auch Abstand von Twitter oder Facebook nehmen, denn auch dort ist Tichy mit seinen liberalen Einblicken aktiv. Doch im Gegensatz zu Xing ist Twitter und Facebook cool.

Vielleicht erhoffte sich auch Richel, dass Xing Tichy vor die Tür setzt: prvat wie geschäftlich. Wie vor wenigen Tagen von Herrn Lauer vorgemacht, kann man schnell Existenten per Tweet vernichten. Ein wahrer Segen für Denunzianten!

Stattdessen aber beugte sich Tichy und verbannte den Beitrag von Fritz auf seinem Blog.

Der Beitrag „hätte hier nicht erscheinen dürfen“, ist auf dem Portal nun zu lesen. „Unterstellung von Pathologie ist für Tichys Einblick keine politische Diskussionsbasis. Davon distanzieren wir uns ausdrücklich. Roland Tichy und die Redaktion bedauern das und bitten um Entschuldigung.“

So zeigt sich, wieder und wieder, wie schnell angeblich freie Bürger unfrei werden – und sich mit Demut aber ohne Rückgrad den Regierungsgetreuen ihren Popo hinhalten. Denn der Rücktritt kam zu spät. Tichy konnte seinem Autoren nicht den Rücken stärken.

Trotz allem: Tichy teilt auf seinem Blog nun mit, dass er die Herausgeberschaft des „Klartext“ von Xing niedergelegt hat:

Wo ein Ende ist, ist auch ein Anfang. Mit XING Klartext und Tichys Einblick haben sich zeitgleich zwei sehr erfolgreiche Internetmarken entwickelt. Ich werde mich in Zukunft auf Tichys Einblick konzentrieren und dazu beitragen, dass Heft und Internet-Magazin weiter schnell wachsen. Deutschland braucht auch und gerade im Jahr des Bundestagswahlkampfs kritische und mutige Stimmen.

Sehr geehrter Herr Fritz, sollten Sie diese Zeilen lesen, wir veröffentlichen diesen gern auf unseren Seiten. Vielen Dank im Voraus!

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2 comments on “Tichys Einblick knickt ein
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