Ohne Moos nix los!


In Sinsheim leben doppelt so viele Asylanten wie in jeder anderen Stadt der Region

Die Medien brachten in den letzten Wochen die zunächst positive Meldung, alle Notunterkünfte für Asylbewerber in der Rhein-Neckar-Region seien geräumt. Laut Angaben des Rhein-Neckar-Kreises kämen derzeit nur noch (!) rund 50 Asylbewerber pro Monat in der Region an. Der Ordnungsdezernent des Landkreises sieht das ganze als “Verschnaufpause” an. Doch wenn man sich die Zahlen der aktuell noch in der sog. “vorläufigen Unterbringung” befindlichen Personen anschaut, werden einige Probleme offenkundig. Von 5176 Personen befinden sich derzeit 837 in Sinsheim. Das sind fast doppelt so viele wie in jeder anderen Stadt der Region. Als nächstes folgen auf der Liste Wiesloch (442), Hockenheim (425) und Eberbach (409).

Das Ergebnis für Sinsheim, welche den größten Teil der 837 Asylbewerber zudem im direkten Innenstadtbereich beherbergt, ist eine enorme Konzentration in der Fußgängerzone und Innenstadt. Viele Sinsheimer berichten davon, das Gebiet zwischen Rewe, Bahnhof und Burgplatz zu meiden, wenn irgend wie möglich. Tatsächlich sieht man dort verstärkt größere Gruppen junger, dunkelhäutiger Männer umher ziehen. Junge Frauen fühlen sich zunehmend belästigt. Die Nacht des Sinsheimer Stadtfestes im Sommer begründete die Ängste endgültig. In den an Sinsheim angrenzenden Städten Waibstadt (84) und Neckarbischofsheim (51) sind ebenfalls Asylunterkünfte. Mit Eberbach und Wiesloch sind nicht weit gleich zwei der Städte mit den meisten Asylbewerbern der Region in der Nähe. Damit hat das Kraichgau eine extrem hohe Konzentration an Asylbewerbern. Mit eingerechnet sind hier nur die Asylbewerber in der sog. “vorläufigen Unterbringung”.

Im Rahmen der nun folgenden “Anschlussunterbringung” befinden sich weitere Asylanten in der Region. Ab 2017 sollen mehr als 200 weitere in 7 Ortsteilen Sinsheims unter gebracht werden. Laut der Rhein-Neckar-Zeitung werden die 14 Heime für die Anschlussunterbringung in folgenden Stadtteilen entstehen: Adersbach, Ehrstädt, Eschelbach, Hilsbach, Hoffenheim, Steinsfurt, Waldangelloch und in Sinsheim-Stadt. Laut OB Albrecht sollen die Menschen dort “integriert” werden, was nicht im Einklang mit dem Asylrecht steht. Laut diesem ist Asyl eine zeitlich befristete Maßnahme, die maximal bis zum Ende des Grundes der Flucht anhält. Sinn und Zweck des Asylrechtes ist eine Wiedereingliederung der betreffenden Personen in der eigenen Heimat! Völkerwanderungen sind nicht das Ziel des Asylgesetzes! Doch wenn man den Politikern zuhört, muss man schnell den Eindruck gewinnen, dass schon jetzt ein Aufenthalt auf Lebenszeit als sicher gilt.

Für 2018 rechnet man in der “Rhein-Neckar-Zeitung” durchaus mit “noch einmal so viele” Asylbewerber, die in die Anschlussunterbringung in die Ortsteile kommen. Es ist also auch weiterhin kein Ende in Sicht.

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