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Die deutsche Trump

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Deutschland war schon immer ein Vorreiter der Weltgeschichte und seit langer Zeit ein Vorbild der Diplomatie. Aus diesem Sichtfeld ist es durchaus zu tolerieren, dass man in Deutschland den Trump vor Trump sucht – und schließlich findet. Den deutschen Trump. Und er ist eine Frau.

Strategisch gut setzte die ARD den Dokumentarfilm ein: Nach der Jahresendausgabe von „Hart aber fair“ mit einer Atempause, getarnt als Tagesthemen. Es ging um Fräulein Kasner. In der Schule, in der SPD, beim Demokratischen Aufbruch. Das Mädel, das im Umfeld von Behinderten aufwuchs und neue Wörter kreieren musste, um den Mitschülern aufzuzeigen, dass an ihrer Wohnstätte „Normalheit“ wäre. Das Schulmädchen, die spätere Studentin, die lernte, weil sie privilegiert und anders, da protestantisch war, die Familie aus dem Westen kam.

Wer hier noch nicht den Trump in der Frau erkennen kann, dem helfen die Hinweise aus ihrem politischen Leben. Die „graue Maus“, die sich durchsetzte. Dank Fügungen zu Posten kam – und um sich biss. Politische Freunde und Gegner unterbutterte. Aus dem Hinterhalt, von der Seite, von dort, wo es ihr strategisch am besten erschien. Mit dem vollsten Vertrauen, verständlich.

Sie war es, die den bundesdeutschen Parlament Manieren beibrachte, die Sitzordnungen umstellte und den Ziehvater fallen lies. Sie baute ihre Partei in Ihre Partei um und räumte in Bonn, später in Berlin auf. Sie schnitt Schröders Kompetenzen ab und jagte ihn aus Amt – und teilweise Würden; wie sie es mit Parteifreunden tat. Sie brauchte keine BILD, sondern setzte sich über kleinere Blätter als Gastautorin durch. Sie brauchte nicht den Posten im VW-Aufsichtsrat, sondern nutzte alte und neue Kontakte, die sie später, weil unbrauchbar, den Wölfen, dem Volk, der Presse, zuwarf. Zumal es Männer waren und sie die Frau, allein an ihrer Front.

Mal ehrlich: ist es nicht das, was wir unter Trump verstehen? Sich dem politischen System zu widersetzen, den politischen Maulkorb ablegen zu können? Den Eliten zu zeigen, es geht auch anders?

Diese Punkte sind es, die den Dokumentationsfilm „Angela Merkel – Die Unerwartete“ informativ und spannend machen. Und es hätte auch gut ausgehen können, da sich Merkel mit der Elite anlegte – und keiner glaubte sie könne ohne Axel-Springer-Verlag gewinnen. Doch sie fand kleine Pfade mit großen Auswirkungen.

Wie aber konnte aus Kasner die Merkel werden? Interviewgäste der Dokumentation beschreiben dies treffend: Merkel und ihren Umgang mit der Macht. Das scheint alles zu sein, in Merkels Leben: Der Trieb zur Macht und zum Machterhalt.

Wer diese ARD Dokumentation, die im mdr-Programm in diesen Tagen wiederholt wird, versteht, erkennt den Trump in der Merkel – und das dunkle System dahinter. Die Abhängigkeiten, die die Macht erhalten sollen. Merkels letzter Gegner sind die, „die schon immer hier leben“ und die, „die schon länger hier leben“. Sie ist keine graue Maus mehr, sie hat die mediale Macht, sie hat die Macht des Europas und Deutschlands hinter sich. Sie hat eine Einheitspartei in Deutschland erreicht, sie hat erkannt wie Macht funktioniert. Dazu brauchte sie „nur“ das politische DDR-System in das politische BRD-System einzuweben. So könnte sie 2017 die neuen Titel einführen:  Angela Merkel, erster Sekretär und Generalsekretär des Zentralkomitees der CSDU und Vorsitzender des Bundestages.

Der Vergleich mit dem vorletzten Generalsekretär der DDR bringt Parallelen mit sich: Wie Erich Honecker war auch Merkel Sekretär für Agitation und Propaganda und wie Honecker gestaltete sie „ihr“ Land um, wirtschaftlich wie politisch. Doch das hatten die Autoren Matthias Schmidt und Torsten Körner nicht gesehen – oder nicht sehen wollen.

Auch wenn der Vergleich einem nicht real vorkommen möchte: Honecker, Merkel, Trump haben die Systeme geändert. Trumps knappe Wahlerfolge erinnern nicht zuletzt an Merkels Überraschungssieg gegen Schröder. Und doch hat Trump etwas, was Merkel nicht zeigt: ein anderes Auftreten und neue Ideen. Merkel hingegen verbleibt in ihrer anerzogenen Haltung, die  Ex-Finanzminister Peer Steinbrück folgerichtig analysiert:

Ich glaube, mindestens eines ist [an Merkel / Anm. d. Red.] hängengeblieben: Mit widrigen Verhältnissen fertig zu werden. Und nicht anzuecken.

Anzuecken jedoch gehört zur politischen Positionierung – zumindest in harten Zeiten. Das zeigte Trump der Welt.

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