Ohne Moos nix los!


Der mediale Pranger darf nicht unsere Rechtsprechung ersetzen!

Der Blog des Publizisten Henryk M. Broder wurde von einem Werbeboykott getroffen, weil Linke alles verbieten möchten, was nicht in ihr Weltbild passt.

Wie Einzelne unsere Gesellschaft in Gesinngshaft nehmen wollen.

 

Dass Pressefreiheit in Deutschland existiert, merkt man an jenen, die sie abschaffen wollen. Bereits 2015 konnte dies erkennen, wer den Fall des Publizisten und Redners Aikif Pirincci verfolgte. Dieser „Fall“ war buchstäblich ein Fall, denn Herr Pirinccis Existenz als Schriftsteller wurde zerstört und er als das abgestempelt, was er nicht war und nicht ist: ein Nazi. Begonnen hatte sein Niedergang in Dresden, wo er eine Rede hielt, von den Medien, wie Spiegel und Bild, später behaupteten, er habe darin Migranten und Politiker ins KZ gewünscht. Als Folge büßte er seinen Vertrag bei Random Hause ein, der seine Bücher anbot und auch der Großhändler Amazon sperrte seine Werke. Was Pirincci in seiner Rede aber gesagt hatte, war, dass Migranten-Kritiker ein solch rauer Wind ins Gesicht bläst, das ihn wundert, das noch keine im KZ gelandet sind. Als die Medien ihre falsche Berichterstattung endlich zugaben, war es für ihn zu spät. Sein „Fall“ war endgültig.

Wer glaubte, dies sei nur ein bedauerliches Einzelfällchen, darf sich über ein weiteres Einzelfällchen wundern. Am medialen Pranger steht nun der nächste Publizist: Henryk M. Broder. Broder hat zwar keine Rede gehalten, die Medien verdrehen können, aber dafür wurde nun seinem Blog „Achse des Guten“ die Luft zugedreht, sprich: ihn  traf ein Werbeboykott. Dafür gesorgt hatte Gerald Hensel, ein pfiffiges Bürschlein, und gleichfalls Blogger. Wie Hensel politisch tickt, wird am Namen seines Blogs deutlich, den er „davaidavai“ getauft hat. Das ist russisch und steht für: Hau ab! Stalin lässt grüßen, der bekanntlich für Pressefreiheit war, wenn sie berichtete, was er hören wollte. Pressefreiheit, wie Demokratie insgesamt, wird einem nicht geschenkt.

 

Erst ein Anwalt brachte die Wende

 

Als Pirincci von Medien, wie Spiegel und Bild, diffamiert wurde, lenkten sie erst ein, als ihnen Briefe seines Anwalts in Haus flatterten. Das allein war schon komisch, richtig kurios war aber schon, dass die Rede Pirinccis zuvor auf dem Videoportal „Youtube“ zu sehen und zu hören gewesen war. Hätten Journalisten ihre Arbeit ernst genommen und sich informiert, anstatt Märchen zu erzählen, hätten sie hören und sehen können, was genau er in Dresden gesagt hatte. Ich selbst habe damals Artikel geschrieben, in dem ich Pirincci vor den absurden Verdächtigungen in Schutz genommen habe, auch gab es verschiedene Blogs, etwa der Preußische Anzeiger oder Journalistenwatch, auf denen auch zu lesen war, was Pirincci gesagt hatte. Zu verdanken haben wir diesem Umstand, dass es wachsame Demokraten gibt, die um das kämpfen, woran sie glauben. Schade, dass erst ein Anwalt die Wende in diesem Fall brachte …

 

Broder ist der nächste am medialen Pranger

 

Eine Wende braucht es auch bei Herrn Broder. Was ihm zur Last gelegt wird, ist kein Verbrechen, er hat niemanden getötet auch hat er keinem Baby den Lutscher geklaut. Am medialen Pranger steht er wegen seiner rechten Gesinnung. Liest man seinen Artikel dazu auf seinem Blog, dann sträuben sich einem die Nackenhaare. Er vergleicht seinen Fall mit der Verfolgung der Juden unter Hitler. Ich bin kein Freund solcher Vergleiche. Broder ist zwar Jude, aber er wird nicht bedroht und niemand will ihn in einer Gaskammer sterben sehen. Dass ein so kluger und wortstarker Autor, wie es Herr Broder ist, nur reflexartig das Bild eines von Nazis bedrohten Juden abgeben will, halte ich für ein intellektuelles Versagen, wie es für einen Broder unwürdig ist. Ohne polemisch sein zu wollen, aber liest man in den Medien politische Artikel, scheint es in Deutschland nur zwei Arten von Bürgern zu geben: Nazis auf der einen Seite und verfolgte Juden auf der anderen. Wobei sowohl Linke als auch Rechte Anspruch auf die Rolle des „Juden“ erheben.  Selbst die 68er-Studenten gaben sich bereits als „Neue Juden“ aus. Diesen Anspruch verfolgen Linke noch heute, nur haben sie jetzt Konkurrenz von den Rechten, die sich auch in der Rolle des „Juden“ sehen. Dieses Jammern wird uns aber nicht unsere Demokratie erhalten. Der geneigte Leser möge mir nicht verübeln, dass ich über dieses Schauspiel nur mit  einem Lächeln antworten kann. Denn komisch ist es schon – irgendwie …

 

Ein Einzelner kann für unsere Demokratie keine Gefahr sein

 

Komisch ist auch die Tatsache, dass EIN Mann dafür die Verantwortung trägt. Es sind nicht Tausende, es ist gerade mal einer. Georg Hensel betreibt seinen Blog seit 2008, jetzt schreiben wir 2016. Somit hatte er acht Jahre lang keinen solchen Einfluß, wie er ihn heute besitzt. Ich glaube, das spricht doch für unsere Gesellschaft. Sie bot ihm acht Jahre lang nicht den Raum, den er für sich forderte und den er jetzt einnimmt. Und was hat Hensel den schon getan? Er ruft auf seinem Blog zum Boykott auf. Es sollen rechte Seiten vom Geldfluss der Unternehmen abgeschnitten werden. Sprich, Unternehmen sollen rechte Seiten nicht mehr finanziell durch Werbung unterstützen dürfen. Ein Boykottaufruf ist demokratisch. Wer glaubt, das habe mit der Nazi-Forderung „Kauft nicht bei Juden!“ zu tun, der muss ein wirklich schräges Geschichtsbild besitzen. Als wäre der Hensel ein Nazi, nur weil er zum Boykott aufruft! Wir sollten mit unseren Reflexen sparsamer umgehen und dafür mehr unseren Kopf, den wir auf dem Hals tragen, gebrauchen. Der ist nicht bloß da, damit es nicht in unseren Hals regnet! Unsere Demokratie muss Schreihälse wie Hensel aushalten, indem sie sich wehrt.

 

Auch ein Hensel ist nicht unangreifbar

 

Was ist Demokratie? Hört man die großen Parteien im Bundestag, von Grünen, über CDU, bis zu den Linken, dann beklagen alle Mitgliederschwund, auch wächst die Anzahl der Nichtwähler von Jahr zu Jahr. Für mich ist das ein Zeichen dafür, wie unpolitisch wir geworden sind. Konnte man in den 60er Jahren von einer Politisierung der Menschen sprechen, leben wir jetzt in einer Entpolitisierung. Wir fallen hinter die politische Entwicklung der 60er Jahre zurück. Nicht bloß Pirincci ist gefallen, nein, wir auch! Das zu beklagen nützt aber keinem. Vielmehr sollten wir uns wieder besinnen und Demokratie nicht als eine Art Geschenk oder Selbstverständlichkeit betrachten. Was bringt es uns denn? Leute wie Hensel! Er nutzt das fehlende politische Interesse vieler Leute aus, indem er ein wildes Geschrei veranstaltet, dass Firmen in die Knie zwingen soll. Er und eine Handvoll Freunde und Bekannte sind eine Gefahr für unsere Demokratie? Das ist etwa so, als ob sich einer vor seinem Schatten fürchtet. Georg Hensel ist nicht mehr als ein Schatten. Ein Schatten vom Licht unseres Desinteresses. Pardon, ich hatte nicht vor gehabt lyrische Anwandlungen zu bekommen, aber selbst das ist besser, als ihn zu verteufeln. Stattdessen wäre es eine Idee über einen Boykott linker Firmen nachzudenken. Spontan fällt mir eine große Firma ein. Es ist das Unternehmen „Bosch“ – bekannt als Automobilzulieferer und Werkzeughersteller. Die Enkelin des Firmengründers Robert Bosch, Ise Bosch, unterstützt nämlich die Amadeu Antonio Stiftung und deren lautstarke Vorsitzende, Anetta Kahane, ihres Zeichens Ex-DDR-Spitzelin (IM Viktoria). Muss über Kahane viel gesagt werden? Allseits bekannt ist ihr „Kampf-gegen-Rechts“, den sie sich auf ihre Fahne geschrieben hat. Sie allein wäre aber nicht so mächtig, hätte sie keinen starken Verbündeten in Heiko Maas, den Justizminister der SPD, gefunden, der ihre Zensur sozialer Medien, wie Facebook, billigt. Auch das hat wenig mit Nazis zu tun. Es liegt an uns, die Lage zu drehen. Wir dürfen unsere Demokratie nicht Leuten wie Kahane, Maas und Hensel überlassen. Die SPD können wir abwählen, so würde Kahane ihre Unterstützung verlieren und sie bekäme auch keine Zuschüsse aus Steuergeldern mehr. Und Hensel? Der ist das geringste Problem. Er arbeitet für Scholz & Friends, eine Werbeagentur, die sich bestimmt darüber freuen, wenn sie regelmäßig Protestbriefe in ihrem Briefkasten vorfinden werden. Auch ein Hensel ist nicht unangreifbar.

Der gesellschaftliche Fall des Akif Pirincci wäre vermeidbar gewesen, hätten wir Demokraten rasch und zahlreich reagiert. Das können wir jetzt nachholen, indem wir Broder stützen. Ich wünsche mir keine weiteren Einzellfällchen.

 

http://www.achgut.com/artikel/der_schmutzige_erfolg_der_denunzianten

https://www.welt.de/politik/deutschland/article147810085/Pirincci-provoziert-mit-KZ-Rhetorik-in-Asylkrise.html

http://www.spiegel.de/kultur/literatur/akif-pirin-ci-bertelsmann-verlag-random-house-kuendigen-vertraege-a-1058711.html

http://www.pi-news.net/2015/10/p487808/

Lieber Akif Pirincci,

Justizminister Maas als Schutzpatron von Denunzianten

https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/unterstuetzer/

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