Gewinnspiel


Wembley ist kein guter Ort für deutsche Sportler

Box-Herausforderer Gutknecht war gegen Titelträger Groves nur ein Aufbaugegner.

 

Ein Boxring ist kein grünes Fleckchen, an dem man sich ausruhen und seinen Blick in die blaue Ferne schweifen lassen kann. Diese Erfahrung musste am Freitag Eduard Gutknecht sammeln, als er gegen den Briten George Groves in den Ring stieg, um sich den Titel im Supermittelgewicht (bis 76 Kilo) zu holen. Groves bedeutet zwar „Hain“, aber George Groves war alles andere als romantisch gestimmt.

Das merkte Gutknecht spätestens in der neunten Runde, als ihm Groves ein Cut unter dem rechten Auge verpasste. Gutknecht wollte nicht aufgeben, obwohl zu dem Zeitpunkt schon klar war, wer in diesem Kampf die Oberhand behalten würde. Aus meiner Sicht war Gutknecht, für Groves, nach der neunten Runde bloß noch eine Art Sandsack, den er bearbeitete, als sei er im Boxtraining.

Sei es falscher Ehrgeiz oder einfach nur Verblendung; Gutknecht war Europameister von Mai 2011 bis Februar 2013 und wollte an goldene Zeiten anknüpfen. Aber weder ist der „Hain“ ein beschaulicher, romantischer Ort gewesen, noch hatte Gutknecht die körperliche Verfassung, die er gebraucht hätte, um die „Streicheleinheiten“ des Briten wegzustecken. Nennen wir die Wahrheit ohne Umschweife: Gutknecht war für Groves nur ein Aufbaugegner. Oder noch einfacher ausgedrückt: Gutknecht war nur ein Opfer.

Das hätte Gutknecht schon vorher klar sein können, denn er kämpfte gegen Groves in Wembley. Und wie man weiß, ist das kein guter Ort für deutsche Sportler. Man denke nur an die Fußball-WM 1966, als die deutsche Nationalmannschaft mit dem berüchtigten „Wembley-Tor“ um den Sieg und um die Weltmeisterschaft betrogen worden ist.

Ich finde, man hätte den Kampf vorzeitig abbrechen müssen. Boxer sollten nur dann gegeneinander Kämpfen, wenn die Kampfbedingungen gleich sind. Nun liegt Gutknecht, der nach dem Kampf in der Kabine zusammengebrochen ist, mit einer Gehirnschwellung im St. Mary`s Hospital in West-London.

In Anlehnung an ein bekanntes Zitat des englischen Stürmers Gary Lineker kann man sagen:

Wembley ist ein Spielort, an dem immer die Briten gewinnen.

Was lernen wir aus all dem? Auch diesmal hat ein Deutscher den Titel wieder verpasst, wenn auch verdient.

 

http://www.t-online.de/sport/boxen/id_79593726/boxen-deutscher-boxer-eduard-gutknecht-nach-kampf-notoperiert.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Gary_Lineker

https://de.wikipedia.org/wiki/Wembley-Tor

 

 

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