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Ein lumpiger Dollar, meint Stern

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Niels Kruse ist Auslandsredakteur und Crossmedia-Koordinator beim Stern und hat sich hinausgewagt, in die Kampagne „Schelte für Trump“. So weit, das selbst die überzeugtesten Stern-Leser nun nicht mehr wissen, ob sie ihn, den Kruse, auslachen oder anheulen sollen.

Denn Trump will auf sein Präsidentengehalt verzichten. Nein! Doch! Ohhhh …

Ein lumpiger Dollar – so viel ist Donald Trump das Präsidentenamt der Vereinigten Staaten wert.

schreibt der Crossmedia-Koordinator dann auch gleich als Einleitung und kommt zu der Erkenntnis:

Die Präsidentschaft ist mehr als ein Brot- und Butter-Job, aus Trumps Verzicht auf den üblichen Lohn von 370.000 Dollar spricht schon fast so etwas wie Respektlosigkeit.

Er meint, dass der Präsident der USA zu wenig verdient und die Bezahlung eine Art Abkommen ist, aus dem sich Trump nun entzieht.

Trumps Ankündigung ist so, als würde ein Flugzeugmechaniker zu seinem Chef gehen und sagen: „Du brauchst mir nichts zahlen, ich repariere die Maschinen auch so. Und benutze sie auch gerne.“ Aber dabei unausgesprochen meinen: „Ach, und wundere Dich übrigens nicht, wenn ich eines Tages nicht mehr zu Arbeit erscheine.“ Wenn Donald Trump das Präsidentensalär nicht wichtig ist, kann er es genauso gut für einen guten Zweck spenden.

Nun könnte er sagen, das macht er – welchen besseren Zweck sollte es geben, wenn jemand seinem Land Ausgaben erspart, die er für Bildung und Infrastruktur einsetzen kann. Gibt es etwas, das patriotischer ist?

Vielleicht liegt es genau daran. Der Auslandsredakteur denkt bei Spenden wahrscheinlich an Afrika, die armen Kinder dort; während er genüsslich einen Schluck vom Discounterkaffee nimmt.

Dabei ist Trump nicht der erste Präsident, der auf sein Gehalt oder Annehmlichkeiten verzichtet. Für deutsche Politiker und damit auch für die deutsche Presse, undenkbar: Putin verzichtete bereits und gab sich selbst eine Gehaltskürzung im Jahre 2015. Auf ein Teil seines Gehaltes verzichtete Sauli Niinistö, der 2013 meinte, 10.000 € seien für einen Ministerpräsidenten im Monat genug. 2012 verzichtete der Grieche Karolos Papoulias auf sein monatliches Gehalt von über 20.000 €, weil seine Landsleute sich weder Essen noch Krankenversicherung leisten konnten. Und nicht zu vergessen: José Mujica verzichtete auf 90 Prozent Gehalt.

Man sieht – ob rechts oder links, Demokrat oder Republikaner, Unternehmer oder Berufspolitiker; so mancher Präsident stand bereits für die Kürzung seines Gehaltes ein – um damit seinem Land, dem Volk, zu dienen! Das kann unsere Presse nicht mögen, denn dann wären die deutschen Politiker in der Pflicht – und das wäre eine alte preußische Tradition, die dem Bund definitiv nicht gefallen kann!

One comment on “Ein lumpiger Dollar, meint Stern
  1. Also das ist doch supernett von Trump das er auf das Geld verzichtet, sodass die USA nun jahrelang haufenweise Geld spart.
    Und dabei zeigt sich wieder einmal die Fratze der Lügenpresse!
    Der Präsident ist so nett auf sein Gehalt zu verzichten, um sein Land und die Staatskasse zu entlasten und die linken Medien hetzen dafür gegen ihn. LÄCHERLICH!
    Hier im Übrigen meine Meinung zu Trump:
    http://preussischer-anzeiger.de/2016/11/15/paar-worte-trump/

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