Soziales Engagement sei Inszenierung

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Das zumindest meint Inge Schürmann, Stadtsprecherin von Köln. Denn was der Staat und die Kommune nicht schaffen, versuchen wieder einmal private Initiativen und einzelne Aktive. Menschen vor dem Erfrieren in Deutschland zu schützen, Mitbürgern ein schönes Weihnachten zu ermöglichen.

Ob die Volkshilfe e.V. (lesen Sie den Aufruf hier) oder Sven Lüdecke. Lüdecke baut Unterkünfte aus Europaletten. In Eigenregie und Unterstützung seines Arbeitgebers. Während sich heute die ersten Kinder über den Schneefall freuen, dürften sich die ersten Obdachlosen über ein Dach über den Kopf und eine Matratze zum Schlafen freuen.

Doch das spielt keine Rolle, schliesslich gibt es Richtlinien und Gesetze – die in den letzten Monaten gern übersehenwurden, als es um Flüchtlinge und Glücksritter aus Afrika gibt. So zitiert der Kölner Stadtanzeiger Rainer Straub, stellvertretender Leiter der Bauaufsicht:

“Aufenthaltsräume sind genehmigungspflichtig. Sie müssen Wärmeschutz-, Brandschutz-, Schallschutz und andere Vorgaben erfüllen.“ Lüdecke müsse also „eigentlich eine Baugenehmigung beantragen“. Wie die Stadt mit den Wohnboxen umgehe, wollen Straub und Lüdecke zunächst in einem persönlichen Gespräch klären. „Man muss so etwas nicht direkt verbieten“, sagt Straub.

Nicht direkt verbieten – aber es werden sich wohl Wege finden lassen …

„Da will sich jemand inszenieren und Geld verdienen“, mutmaßt Stadtsprecherin Inge Schürmann spontan, als sie von der Idee der Wohnboxen hört, und unterstellt eine „menschenunwürdige Unterbringung“. Auch für das Stadtbild seien die Boxen „undenkbar“.

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