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Offener Brief: AfD Harburg Land – lieber Lückenpresse als freie Presse?

Sehr geehrter Herr Jens Krause,
sehr geehrte Ansprechpartner der AfD-Harburg-Land,
sehr geehrte AfD-Mitglieder!

Leider kann man auf Ihrer Facebookseite nicht nachvollziehen, wer dort schreibt und sich artikuliert, somit muss ich meine Anrede etwas weiter fassen und spreche auch mutige Menschen an, die mit der Sachlage nicht in Verbindung stehen. Von daher möchte ich mich bei jenen Mitstreitern der AfD Harburg Land, die sicherlich für die Zukunft unseres Landes politisch eintreten, vorab entschuldigen.

Dennoch kann ich die Anschuldigung auf Ihrer Facebookseite vom 30.Oktober resp. 03. November diesen Jahres nicht unbeantwortet stehen lassen und möchte Sie um eine öffentliche Entschuldigung Ihrerseits bitten. Daran wird sich messen lassen, inwieweit Sie und ihre Partei im Landkreis Harburg wirklich dazu fähig sind, die Politik in unserer Heimat zu ändern.

Ihr Social-Media-Beauftragter schrieb aufgrund eines Kommentars mit der Verlinkung eines Artikels auf den Preussischen Anzeiger:

Moin, Herr Reizenstein: Bitte zukünftig keine NPD Propaganda hier posten. Wir wollen das nicht und werden das zukünftig auch dann löschen. Vielen Dank!

afd-harburg-landIch verwehre mich im Namen der Autoren, aber auch im Sinne des Verlages, den Preussischen Anzeiger als NPD Propaganda zu bezeichnen, was in keiner Weise zutrifft. Da Ihr Facebook-Schreiber oder Schreiberin sich anscheinend nicht informiert, sondern pauschal urteilt, was auch in der Antwort dem Leser wiederholt geschieht:

Nur soviel: Solange einer Ihrer Autoren in Buchholz zusammen mit Schniedewitz aufmarschiert, wollen wir hier keine solche Propaganda haben. Ich hoffe, ich konnte mich verständlich ausdrücken. Hier läuft eine Trennlinie.

afd-harburg-land2Das konnte der Schreiber, der zuvor mir, als Herausgeber des Preussischen Anzeigers unterstellte, ich kenne meine eigene Zeitschrift nicht und verwechsel diese mit der Preußischen Allgemeinen Zeitung (PAZ), die ich den Lesern selbst immer wieder gern empfehle. (Immerhin ist die PAZ Medienpartner des PA.)

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afd-harburg-land3Vielleicht einige Hintergründe: Vor einiger Zeit wurde der Preussische Anzeiger schon einmal als NPD-nahe Zeitung, als rechtsextremes Kampfblatt, verurteilt: von der regionalen Antifa, auf einer vom NDR unterstützten Veranstaltung. Nach dem Diskurs mit dem NDR erhielten wir vom mdr, der sich dadurch ebenso mit dem PA auseinandersetzte, die Einschätzung, der PA wäre ein national- bzw. wertkonservatives Blatt und man warnte die Leser: Beim PA „handelt es sich eindeutig um eine stark tendenziöse Seite aus dem rechten Spektrum.“ Es ist interessant zu sehen, dass der Kreisverband der AfD mit dem linken Staatssender NDR sich einig ist. Was mich zu der Frage bringt:

Wie würde der Social-Media-Beauftragte aus den Reihen der AfD-Harburg auf die „alte“ Junge Freiheit reagieren, als diese Wochenzeitung noch nicht auf AfD-Linie war? Sie kennen sicherlich noch die Vorwürfe gegenüber dem Herausgeber Dieter Stein, aus dieser Zeit? Oder zur Compact, als man noch nicht die AfD in Sachsen-Anhalt und Sachsen im Visier hatte?

Viel mehr beschäftigt mich aber die Frage, was die AfD-Harburg gegen die freie Meinungsbildung und allgemeine Meinungsfreiheit hat, warum geht man dort gegen die unabhängige Presse vor? Vielleicht weil man doch lieber, wie aus der Facebookseite hervorgeht, die von der AfD so bezeichnete „Lückenpresse“ und „Lügenpresse“ weiterhin teilt und ihnen über diesen Umweg zu Klicks und damit zu Geld verhilft? Weil man dadurch der Propaganda der staatshörigen Medien weitere Reichweite ermöglicht, in der Hoffnung von ihr hofiert zu werden?

Ohne mich in ihre politische Arbeit einmischen zu wollen, möchte ich jedoch an dieser Stelle die Frage aufstellen, wissen Sie eigentlich noch wofür Sie in ihrem Landkreis und in den Gemeinden gewählt wurden?

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Fragen über Fragen, die Sie mir wahrscheinlich nicht alle beantworten können, die Ihnen aber vielleicht helfen werden, um Freund von Feind unterscheiden zu können. Vielleicht nutzt dieser offene Brief, den ich in diesen Minuten auch an andere Kreis- und Landesverbände, sowie an unabhängige und kritische Medien, versenden werde, auch dazu, dass Sie ihre Beauftragten in der Öffentlichkeitsarbeit dazu ermutigen, sich erst zu informieren, bevor man diffamiert. Und vielleicht können Sie in diesem Zusammenhang auch die Überlegung starten, ob die AfD im Fahrwasser der sogenannten etablierten Parteien und deren Medien fahren möchte, bei denen das Diffamieren an erster Stelle steht, wie Sie eigentlich aus der kurzen AfD-Parteigeschichte gelernt haben sollten.

Ich verbleibe mit freundlichem Gruß und erwarte dankend Ihre Antwort

Hagen Ernst

Herausgeber des Preussischen Anzeigers
und Inhaber des Verlages Romowe

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