Lüneburger Stühlerücken nach Jamaika

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Lüneburg ist nun Jamaika – irgendwie. Denn die SPD ist nicht mehr Herr im Rathaus. Und wer genau hinschaut sieht, das das Lüneburger Rathaus gänzlich ohne Herr auskommt, denn ein Zweckbündnis aus CDU, Grüne und FDP soll die Geschicke unter einem SPD Oberbürgermeister leiten.

Das Zweckbündnis, so munkelt man, richtet sich in aller erster Linie gegen den OB Mägde. Und erst dann kommt das Volk. Deshalb ist das Koalitionspapier auch sehr schwammig – wie auch anders? Versprachen doch die Grünen etwas anderes als die schwarzen. Und was die FDP im Wahlkampf forderte hat jeder bereits vergessen.

Eigenartiger Weise blieben nur die Forderungen der Linken, nach billigen Kitas, billigerem Strom, billigerem Nahverkehr im Kopf hängen. Irgendetwas davon wollten die Grünen auch, allerdings als Integrationsleistung. Und die CDU sprach von Taten statt Worten ….

Und die Taten sah man dann gestern: Stühlerücken im Huldigungssaal.

Diese Leistung hielt die Landeszeitung in bewegten Bildern fest:

Reise nach Jerusalem im Lüneburger Rat. Die FDP und die Linke wechseln die Seiten. Die AfD soll neben der SPD sitzen. Das empfindet die SPD als Skandal der Jamaika-Gruppe, die Willy Brandts „Mehr Demokratie“ als Slogan gewählt hat. Der neue Ratsvorsitzende von Nordheim findet die Gesamtlage im Huldigungssaal unglücklich. Darüber will er mit den Fraktionschefs reden.

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