Ohne Moos nix los!


Staatlich finanzierte Naziverherrlichung in Estland

Vorweg: Estland ist seit 1991 ein unabhängiger Staat, Mitglied der Vereinten Nationen, seit 2004 in der EU. Estland ist zudem Mitglied des Europarats, der NATO sowie der OSZE, seit 2010 der OECD und seit 2011 der Eurozone. Also ein Freund und Mitstreiter der BRD und der EU und der NATO und damit Feind Russlands. 

Wie sehr man dort Freund ist, zeigte sich am 27.10., den 95. Geburtstag von Harald Nugiseks. Dessen Büste, in Bronze, wurde an diesem Tage in der Schule von Laupa enthüllt, weil sie „die Verewigung des Andenkens an Nugiseks das Wachstum des Patriotismus unter estländischen Schülern fördern werde. Dadurch soll auch ihre Bereitschaft erhöht werden, im Fall einer plötzlichen Gefahr von außen ihr Vaterland zu verteidigen“ So zumindest der Direktor der Bildungseinrichtung, Kaarel Aluoja.

Wer war aber Harald Nugiseks? Um es förmlich zu umschreiben, er war estnischer Kriegsveteran und Aktivist. Nugiseks war ein ehemaliger Waffen SS Unterscharführer,  der während des Zweiten Weltkriegs als Freiwilliger in der 20. estnischen SS-Division diente. Er war einer von vier Esten, die das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes gewährt worden sind, schreibt Wikipedia. Im Juli 1941 verzichtete er die Mobilisierung der Roten Armee und ging im selben Jahr als Freiwilliger in die deutsche Armee. Am 02. Januar 2014 starb er in Estland.

Kein Wunder, dass Russland sich verwundert die Augen reibt. Ein ehemaliger SS-Mann als Vorbild in einer öffentlichen Bildungseinrichtung? Mit der Unterstützung von EU-Geldern? So hat das russische Außenministerium mehrere internationale Organisationen dazu aufgerufen, die Einweihung der Büste zu beurteilen.

Dies teilte die Behörde auf ihrem Twitter-Account mit. „Sacharowa: Wir rufen Rechtschutzinstitutionen, UNO, OSZE und Europarat auf, die Aufstellung des Denkmals dem Nazi-Verbrecher Harald Nugiseks zu beurteilen“, heißt es.

 

 

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