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Die verkommende Gesellschaft: Bankkunden schreiten über Toten

Ein Miteinander, ein Füreinander ist in der Bundesrepublik Deutschland nicht willkommen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Bundesbürger zum Gegensatz erzogen unter dem Motto, wenn jeder an sich denkt, so ist an alle gedacht. Diese Entwicklung bemerkt man zum Beispiel auf dem Finanzmarkt, dem Arbeitsmarkt und im alltäglichen Leben.

So legt der Bundesbürger gern sein Erspartes an, so weit er welches hat, in Aktien oder Fonds. Was zählt ist die Rendite. Da darf es ruhig auch ein Fond sein, der im Lebensmittelbereich spekuliert. Oder warum nicht gleich bei Nestle, der durch die Privatisierung von Wasser die Lebensgrundlage der Menschen zu Profit umwandelt.

So übernimmt der arbeitende Bürger gern die Titel des Springerverlages auf, wie faul doch die Hartzer so sind und lässt zu das Konzerne Leiharbeiter, Sklaven der Neuzeit, ausnutzen und selbst Facharbeitern nur den Mindestlohn zähneknirschend zahlen. Warum, fragt sich die gut- und besserverdienende Teilgesellschaft, sollte mich die Not der anderen etwas angehen. (Noch) Geht es mir doch gut …

So lässt der Bundesbürger einen Mann sterben. Mitten in der Bank. Zwischen EC-Automat und Kontoauszugdrucker. Die Polizei ermittelt nun in Essen wegen unterlassener Hilfeleistung, denn „Teilweise gingen sie nah an dem Sterbenden vorbei oder stiegen hinüber, um ihre eigenen Finanzgeschäfte durchzuführen“, publizierte die Polizeibehörde. Erst der fünfte Bankkunde holte Hilfe für den 82jährigen Mann, heisst es. 20 Minuten lag der gut gekleidete Bürger also dort auf dem Boden – 20 Minuten die vielleicht sein Leben hätte retten können…

Polizei und Rettungsdienste bitten einmal mehr: „Schauen Sie hin! Wählen Sie 110 oder 112 und retten Sie das Leben Ihrer Mitmenschen.“Doch hinschauen helfen – eben ein Füreinander und Miteinander, das in einer Volksgemeischaft, einer Nation einst normal war, ist politisch nicht gewollt. Denn soziale Marktwirtschaft ist weder sozial noch eine echte Wirtschaft, sondern Profitgeiheit auf Kosten der Anderen, der (vermeintlich) Schwächeren, der Kranken, der Alten, der Kinder – und äußerst kurzsichtig gedacht!

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One comment on “Die verkommende Gesellschaft: Bankkunden schreiten über Toten
  1. Selbst schuld, der Alte. Hätte er – gut sichtbar und in großen Lettern – einen Sticker „Syrer“ auf der Jacke/dem Mantel getragen, wären sofort ganze Scharen hilfsgeiler Bunzel auf ihn gesprungen, um ihn vor Armut, Not und Tod zu retten! Aber so… – wie gesagt: Selbst schuld… 😥

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