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Ein stählernes Stück Deutscher Geschichte

Ein stählernes Stück Deutscher Geschichte

 

Vor 100 Jahren begann die Geschichte eines militärischen Ausrüstungsstückes, welches das Erscheinungsbild des Deutschen Soldaten in einer Art geprägt hat, wie kein anderes und noch heute ist die ursprüngliche Form bei den modernen Nachkommen klar zu erkennen.

 

Die Rede ist vom Deutschen Stahlhelm.

Die, durch den Stellungskrieg bedingten rasant ansteigenden Kopf- und Schädelverletzungen bei den Frontsoldaten machte es notwendig über eine neue, zeitgemäße Methode zum Schutz vor Splitter und Schrapnellkugeln nachzudenken.

Nach den Entwürfen von Hauptmann Friedrich Schwerdt, welcher Professor an der Universität Hannover war lieferte das Eisenhüttenwerk in Thale im Herbst 1915 eine Probeserie von 400 Helmen.

 

Die Probehelme waren sofort ein Erfolg und das Kriegsministerium befürwortete die Serienproduktion.

Kurze Zeit später wurde an alle Dienststellen des Heeres entsprechende Anweisungen durchgegeben, das es beabsichtigt sei, den Stahlhelm als Standard einzuführen.

Im Januar 1916 wurden 30.000 Exemplare an die Truppen vor Verdun und an der Somme ausgegeben.

Im April des gleichen Jahres wurden weitere 1,2 Mio. Stück in Auftrag gegeben und die endgültige Massenproduktion hatte begonnen.

Während des ersten Weltkrieges kam es, teilweise bedingt durch die Auswirkungen der Materialknappheit zu kleineren Veränderungen in der Innenausstattung und kleineren Details wie veränderten Lüftungsösen.

Auch wurden recht schnell Tarnmuster aus verschiedenen Farbtönen und Helmüberzüge für den Winter eingeführt.

 

Tiefgreifende Weiterentwicklungen des deutschen Stahlhelms wurden durch das Ende des ersten Weltkrieges unterbunden oder nicht zu Ende geführt.

 

Zwischen den Kriegen hatte der Stahlhelm eine extrem hohe Symbolkraft und wurde nicht selten auch bei nichtmillitärischen Feierlichkeiten von ehemaligen Frontsoldaten getragen.

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Auch wählte der antidemokratische „Bund der Frontsoldaten“ nicht ohne Grund den Stahlhelm als ihr Symbol, welches sich unter anderem sogar auf ihrer Fahne, welche die Reichskriegsflagge war, doch statt des Adlers im Mittelkreis war dort ein Stahlhelm zu finden und der Beiname selbst war „Stahlhelmbund“ oder einfach nur „Der Stahlhelm“.

 

Als die Aufrüstung der Reichswehr zur weitaus größeren Wehrmacht begann, wurde dann der Stahlhelm des Modells 35 eingeführt, welcher im wesentlichem dem Modell 16 entsprach, jedoch kleiner und leichter war.

Insbesondere wurde der Nackenschirm und der Augenausschnitt gekürzt.

Als Abwandlung wurde ab 1938 eine Variante des Stahlhelms für die Fallschirmtruppe.

Dieser entsprach eigentlich dem Modell M35 doch war er fast gänzlich ohne Nackenschirm gearbeitet und er verfügte über stärkeres Innenfutter.

 

Zu Beginn des 2. Weltkrieges wurde der M35 Helm überarbeitet und durch den Wechsel von genieteten Luftlöchern zu gestanzten entstand das Modell M40.

Diesem wiederum folgte der M42, bei dem aus Gründen der schnelleren und leichteren Produktion der gebördelte Rand entfiel und er nun aus Siliziummanganstahl hergestellt wurde.

 

Noch 1945 wurde eine Weiterentwicklung des Stahlhelms begonnen, obwohl Adolf Hitler persönlich dies abgelehnt hatte.

Dieser Weiterentwicklung lag eine Denkschrift der Heeressanitätsinspektion zugrunde und verwies auf die zunehmenden Kopfverletzungen bei den Helmmodellen M35 und M42.

Die Entwicklung wurde 1942 vom Heereswaffenamt, unter Umgehung des Rüstungsministeriums genehmigt.

Die Forschungsergebnisse wurden bereits 1944 in einer Denkschrift zusammengefasst und dem Führerhauptquartier vorgelegt doch trotz positiver Beurteilungen und der Einsparung von Material und Zeit wurde die Einführung eines neuen Modells abgelehnt.

 

Nach dem 2. Weltkrieg und der Wiederbewaffnung der beiden Deutschen Teilstaaten wurden wiederum Stahlhelme an die entsprechenden Streitkräfte ausgegeben.

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In der DDR war dies das Modell M54 und M56, welche beide auf dem Modell M45 aus dem 2. Weltkrieg basierten.

 

Bei der Bundeswehr der BRD wurde der Stahlhelm bei der Einführung zum Politikum.

Man kam den Forderungen der Militärs nach Einführung eines wirksamen Kopfschutzes nur sehr zögernd nach und keinesfalls sollte der neue Helm auf Konstruktionen vor oder während des 2. Weltkrieges beruhen.

Daher entschied man sich, trotz der bekannten Mängel für den amerikanischen M1 Helm und versuchte diese Mängel durch Kompromisse im Innenfutter abzumildern.

 

Beim neuen Gefechtshelm, welcher nun aus Aramid besteht, galten solcherlei Bedenken nicht mehr und er vereint alle Gesichtspunkte neuester Militärischer Erkenntnisse, so auch unverkennbar die des M35.

 

Im Jahr 1970 verabschiedete sich die US- Armee von ihren alten M1Helmen und es wurde der aus Kevlar bestehende PASGT- Helm eingeführt, welcher eine extreme Ähnlichkeit mit dem deutschen Stahlhelm hat. Die Amerikaner verweisen jedoch darauf, das sie sich bei der Formgebung an die Baseballhelme orientiert hatten, doch konnte die Bundeswehr beweisen, das sie sich sehr wohl an dem M35 Helm orientierten.

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