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Israels falsche Empörung und die eilfertige Anbiederung der FDP

Israel hat den Ost-Teil Jerusalems 1967 völkerrechtswidrig besetzt und beansprucht seitdem die weltweite  historische Deutungshoheit über die heiligen Stätten der abrahamitischen Religionen, nachdem arabische Christen und Muslime aus dem Tempelbezirk vertrieben wurden.

Nun hat die UNESCO in einer Resolution zu Jerusalem folgerichtig die arabischen Namen der Stätten benutzt. Gegen die internationale Resolution stimmten nur sechs Staaten, darunter „natürlich“ die BRD.

Verfasser: Safet Babic

Aus Protest gegen diese demokratische Entscheidung hat Israel die Zusammenarbeit mit der UN-Kulturorganisation vorläufig beendet. Die Kooperation mit der Unesco in den Bereichen Bildung und Forschung werde eingestellt.

Während der Zentralrat der Juden in Deutschland die UNESCO-Entscheidung für „skandalös“ hält, spricht der European Jewish Congress (EJC) bereits vom „kulturellen Terrorismus“.

Israels massive Empörung ist historisch jedoch nicht nachvollziehbar.

Seit der Zerstörung des zweiten Tempels durch die Römer im Jahre 70 n.Chr. hat es auf dem Tempelberg keinen jüdischen Tempel mehr gegeben. Stattdessen stehen auf dem Tempelberg seit dem Ende des 7.Jahrhunderts der Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee.

Die Empörung über Begrifflichkeiten dürfte aber aktuelle Bezüge haben:

Bereitet Israel den Bau des Dritten Tempels und damit die Zerstörung der muslimischen Heiligtümer vor?

Die aggressive Siedlertätigkeit in den besetzten Gebieten in Palästina weist in diese Richtung.

Bezeichnend ist zudem das Verhalten deutscher Parteien.

Umgehend hat die FDP-Generalsekretärin NICOLA BEER die Tempelberg-Resolution in einer Pressemitteilung auf schärfste verurteilt. Damit biedert sich der aktuelle FDP-Bundesvorstand bei der zionistischen Medienlobby an.

Verweise: http://www.dw.com/%E2%80%A6/israel-reagiert-emp%C3%B6rt-%E2%80%A6/a-36036996
http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/26739

Wikipedia-Nachsatz zu Nicola Beer:

„Im Dezember 2013 wurde Beer von dem Verfassungsrechtler Hans Herbert von Arnim wegen „öffentlicher Verschwendung“ kritisiert. Als die CDU/FDP-Regierung in Hessen im September abgewählt worden war, beförderten oder verbeamteten Beer und Wirtschaftsminister Florian Rentsch (ebenfalls FDP) ihre Sprecher und Büroleiter. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hielt Beer deshalb „unverblümte Günstlingsversorgung“ vor.“

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