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Hart aber fair: Ossis gegen den Rest

Hart aber fair, eine politische Unterhaltungssendung mit Plasberg vom WDR auf dem Montagabendsendeplatz der ARD. Mehr müsste man nicht sagen. Und doch ist hart aber fair“ eine der wenigen Streitsendungen im Staatsfunk, die man sich antun mag, was auch am Moderator und der Themenwahl liegt. Gestern ging es um die Nachwehen vom 03. Oktober 2016.

Auffällig das alle geladenen Gäste
Matthias Platzeck, ehemaliger Ministerpräsident von Brandenburg
André Poppenburg, AfD – Oppositionsführer im Landtag von Sachsen-Anhalt
Iris Gleike, Ostbeauftragte der Bundesregierung
Armin Laschet, CDU-Mann aus NRW und Mitglied des Bundestages
Michael Jürgs, ex-Stern-Chef und Publizist
die BRD immer noch in Ost und West trennten.

Keine Rede davon, dass in Dresden auch Hessen und Besucher aus Baden-Würtemberg „Merkel raus!“ riefen. Besonders dem CDU-Mann Laschet merkte man an, dass er bereits wieder im Wahlkampfmodus war und so sogar das BILD-Niveau unterlief. Zu gern zeigte er auf, wie gut es doch dem Osten Deutschlands ginge und meinte dabei Mitteldeutschland, das ebenso Probleme bei Bildung und kommunaler Finanzierung hat. Doch wie sollte ein Mann aus Aachen das auch wissen, sitzt er doch im Bundestag und will für ganz Deutschland Verantwortung übernehmen.

Platzeck sah dies differenzierter und setzte sich mit dem AfD-Vertreter Poppenburg auf sachlicher Ebene auseinander, was Jürgs, der ehemalige Auftragsschreiber nur konnte. Obwohl er in der Sendung sagte, er können nicht mit Emotionen, war er es doch, der seine Gefühle vor Zahlen zur Meinungsmache nutzte. Iris Gleike konnte dann auch nur als zentraler Mittelpunkt abwägen.

Plasberg verpasste in der Einstiegsfrage, ob in Dresden gepöbelt wurde, leider das nächste Gleis. Obwohl Poppenburg die Weichen stellte. Plasberg hätte Laschet aus dem Gleis werfen können, mit den Aussagen und Taten von Regierungsmitgliedern. Ob Gabriels Mittelfinger, Özdemirs Mischpoken-Interview, Taubers Arschloch-Getippe auf Twitter. Die Frage die anstand, wie soll das Volk reagieren, wenn es von den Regierenden nur beleidigt wird, wurde umgangen. Einzig Gabriels Mittelfinger wurde verteidigt, mit der Keule die immer hilft. Es seien ja nur Nazis gewesen, die den Mittelfinger von Gabriel zugestreckt bekamen. Poppenburgs Einwand zu Claudia Roths Teilnahme an „Deutschland verrecke“ Demonstrationen hingegen wurde abgefangen.

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Es waren die leisen Töne, die den Fernsehzuschauer weckten. Jene Sätze die nicht gesagt wurden. Gerade weil sich Poppenburg gut schlug, immerhin war er der Alias-Gast für die „andere Meinung“, der auf dem man herunterschauen wollte. Die AfD als Ostphänomen, PEGIDA als Verräter der Montagsdemos in der DDR. Dabei wurde gern vergessen, dass die AfD auch im tiefen Westen und Süden jeweils Wahlgewinner war – im Gegensatz zu den anderen Parteien, die am Montag Abend ihre Vertreter an den ARD-Tisch entsenden durften. Namentlich SPD und CDU. Und STERNstunden waren mit dem Hamburger Jürgs, der nie nach Dresden ziehen würde, nicht zu erwarten.

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