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Hamas sieht Jerusalemer Attentäter als Modell

Die Hamas ist weiter voll des Lobes für den Attentäter, der am Sonntag in Jerusalem zwei Israelis ermordete. Davon zeugt auch ein Kommentar in einer Zeitung der radikal-islamischen Organisation.
GAZA (inn) – Der palästinensische Publizist Issam Schawar sieht in Israel und den Palästinensergebieten keinen Raum für Juden. In der Hamas -Zeitung „Falastin“ (Palästina) veröffentlichte er einen entsprechenden Kommentar. Anlass war der Terroranschlag in Jerusalem, bei dem am Sonntag zwei Israelis zu Tode gekommen waren. Der Attentäter wurde anschließend von israelischen Sicherheitskräften erschossen.
Schawar bezeichnete den Angriff als „Qualitätsaktion“, die „den israelischen Feind“ in Verlegenheit gebracht habe. Diese habe einen Schock in der höchsten Ebene in Israel, auf der israelischen Straße und vor allem in Jerusalem ausgelöst. Einem Bericht des israelischen Nachrichtenportals „Arutz Scheva“ zufolge steht der Artikel unter der Überschrift: „Verteilung von Süßigkeiten verärgert das zerbrechliche Gebilde“. Unter Vertretern, die Israel als Staat nicht anerkennen, ist der Begriff „zionistisches Gebilde“ verbreitet.
Der Autor nimmt Bezug auf Feiern in den palästinensischen Gebieten nach dem Attentat. Die Verteilung von Süßigkeiten und die Freudenbekundungen über die Tötung zweier Juden und die Verletzung weiterer hätten den Schock beim Feind verstärkt. „Der israelische Feind“ müsse aus der Geschichte lernen und folgern, dass die Ursache des Kampfes in der Besatzung stecke und dass die Besatzung nicht ewig andauern werde.
Weiter schrieb Schawar: „Wir setzen unser Vertrauen auf die Zeit, auf unser palästinensisches Volk sowie auf die arabischen und islamischen Völker, dass wir von der israelischen Besatzung errettet werden können. Denn Juden haben keinen Platz in unserem Land, ob wir nun Süßigkeiten verteilen oder nicht.“ Die Hamas -Charta sieht in der Tat ein judenreines „Palästina vom Meer bis zum Fluss“ vor.

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Hamas -Führer: „Stolz auf diesen Helden“
Der Leiter des Politbüros der radikal-islamischen Organisation, Chaled Masch‘al, hatte nach dem Anschlag die Familie des Attentäters angerufen, um zu kondolieren. Die Hamas spricht in dem Zusammenhang auf ihrer Internetseite von einem „Widerstandsangriff“. Masch‘al, der im Exil in Katar lebt, lobte den „Mut des verstorbenen Märtyrers“: „Die Palästinenser sind stolz auf diesen Helden, der sein Leben und Blut geopfert hat, um sein Volk und die heilige Al-Aksa-Moschee zu verteidigen.“ Der Angreifer war in der Vergangenheit mehrfach festgenommen worden. Zudem belegten ihn die israelischen Sicherheitskräfte mit einem Zugangsverbot für die Al-Aksa-Moschee .
Der Widerstand bleibe für die Hamas der „Pfad zur Befreiung Palästinas“, ergänzte der Leiter des Politbüros. „Unser Widerstand wird fortdauern, bis das Land und die Heiligtümer befreit, die Gefangenen freigelassen und die Flüchtlinge wieder in ihrem Heimatland sind.“
Auch Masch‘als Stellvertreter Ismail Hanije wandte sich vom Gazastreifen aus telefonisch an die Familie im Westjordanland. Der Attentäter sei ein Modell für die Generationen, dem sie folgen sollten. „Er war ein standhafter Verteidiger Jerusalems und der Al-Aksa-Moschee , sowohl in seinem Leben als auch in seinem Tod“, sagte der frühere Premierminister im Gazastreifen.
Die Hamas fasst den Anschlag so zusammen: Misbah Abu Sbeih „war am Sonntagmorgen von der Besatzungsarmee getötet worden, nachdem er eine Anti-Besatzungs-Operation im besetzten Jerusalem durchgeführt hatte als Antwort auf den siedenden Terrorismus der Besatzung gegen Palästinenser und Aggressionen gegen die heilige Al-Aksa-Moschee“. Er sei „einer ihrer erlesensten Söhne“. (eh)

Es ist bedauerlich, dass immer wieder junge Menschen sterben müssen, weil sie von frühester Kindheit an durch unwahre Propaganda und Hasstiraden beeinflusst werden.

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