Gewinnspiel


Linker Blickwinkel – trotzdem richtig? (Teil 2)

Entnommen aus Buch „Bayern im Jahr 2040 – die Gallier Deutschlands“
Bezugsquelle: Buch@bayern-im-jahr-2040.de

Die Großverdiener

Für diese Spezies wurde ein besonderer Vorschlag durch einen scheinbar leicht verwirrten CSU-ler der alten Garde eingebracht. Seine Meinung: »De ham doch eh scho gnua. Wos woins denn damit? Mitnehma kenna’s es doch amoi a net. Des letzte Hemd hot koane Taschn.« Ihm waren die veröffentlichten aktuellen Zahlen (DSW/TUM 2015) über die Wirtschaftsbosse in die Hände gekommen, was seinen Unmut sehr erregte. »Als Demokrat musst du viel Geld haben, sonst bist du ein Demokrat-ler«, erhielt er als Antwort.
»Niemand hat verdient, so gravierend mehr zu verdienen als eine Krankenschwester oder Altenpflegerin«, warf an diesem Punkt Holger ein, aufgehetzt durch entsprechend polemische Artikel seiner Lieblingszeitung. Er musste ja als Parteimitglied auch irgendwie untergebracht werden und hatte sich für den Finanzausschuss entschieden. Warum auch immer, denn der hellste war er nicht gerade. Eindeutig eine Verletzung des eigenen Grundsatzes.
»Zum Glück gibt es aber viele, die sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst sind, reichlich spenden und Stiftungen initiieren«, glättete Gustl wieder die Wogen. Als Finanzbeamter musste er es ja wissen.
Für diejenigen, die nicht von sich aus mitzogen, war aber etwas Druck nötig, weshalb ein fairer Schlüssel erarbeitet wurde, der gleichzeitig verhindert, dass jemand in soziale Not gerät.

Alle Menschen mit einem Jahreseinkommen von über eine Million DM (die Währung hatte ja bereits wieder vom Euro zur DM gewechselt) verzichten »freiwillig« jährlich auf einen Teil ihres Einkommens nach einer Staffelung, um etwas der Allgemeinheit zurückzugeben, wobei die Bestimmung zweckgebunden ist. Die Einzahlung erfolgt in einen Topf zur Förderung und Ausbildung der Jugend, Unterstützung der Alten und unschuldig in Not geratenen und in wissenschaftliche Förderungen im medizinischen Bereich, um Krankheiten wie Krebs besiegen zu können.
Der „Spender“ konnte selbst eine Organisation bestimmen oder bedürftige Einrichtungen wurden jedes Jahr gemeinsam nach dem Mehrheitsprinzip aus einer Vorschlagliste ausgewählt. Die Verwendung also ausschließlich zweckgebunden, damit die Gelder nicht in einem anderen Ressort auf unerklärliche Weise versickerten. So was soll es ja früher zu Zeiten Old-Germany’s gegeben haben. Wo kämen sonst die schlechten Straßen und Brücken her, bei der horrenden Kfz- und Kraftstoffsteuer?

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Zum vorgeschlagenen Verteilerschlüssel: (aus dem Geheimprotokoll des Finanzministeriums):

Verdienst nach Steuern Überschussabgabe
ab 1 Mio. bis 1,5 Mio. 20%
ab 1,5 Mio bis 5 Mio 25%
ab 5 Mio bis 10 Mio 30%
ab 10 Mio bis 15 Mio 40%
Über 15 Mio 50%

Ungeachtet dessen, war der FC Bayern auch hier mit seiner sozialen Einstellung Vorreiter und setzte noch einen drauf. Hoeneß meinte, dass das ja eigentlich seine Idee ist, die man schon lange vorhabe, wegen der ständigen Erfolge und seiner längeren Abwesenheit aus zeitlichen Gründen aber noch nicht umsetzen konnte. Er wollte in Abstimmung mit Rummenigge einen Sockelbetrag von jährlich 5 Mio einbringen, die der Verein spendiert und mit prozentualer Beteiligung aus den Spielergehältern ergänzt. Spielerverträge sollten nur noch so gestaltet werden, dass 10% des exorbitanten Nettoeinkommens sozusagen »freiwillig« ebenfalls in einen Fond einbezahlt werden. Gegebenenfalls wolle man auch noch überlegen, ob nicht ein »Solidaritätszuschlag« wie aus dem reichhaltigen Fundus der alten Bundesregierung bekannt, auf die Mitgliedsbeiträge erhoben wird.
Die soziale Verwendung dieser Gesamterlöse bestimmt der Verein selbst, weil er will, dass das Geld an der richtigen Stelle ankommt. Selbstverständlich sind diese Spenden nicht steuerlich absetzbar. Was wäre das sonst auch für eine Spende. Jeder ist gerne bereit dazu, hat er doch schließlich das Privileg, in einem Land wie Bayern zu leben und Teil des grandiosen FCB zu sein.
Trotzdem wurde warnend darauf hingewiesen, dass sich das auf das qualitative Spielermaterial auswirken könnte.
Sollte der Funke der »Freiwilligkeit« nach dem vorgeschlagenen Schlüssel länger auf sich warten lassen, bestand immer noch die Möglichkeit, das Steuersystem entsprechend anzupassen oder einen extra Soli wieder einzuführen, meinte Gustl, der Finanzbeamte. Als Kompromiss vielleicht nur für die ersten zwanzig Jahre. Dann könne man ja weitersehen. Dieses Vorgehen war ja nicht ganz unbekannt

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So weit sollte es im neuen Staat Bayern aber nicht kommen, denn man glaubte an das Gute im Menschen und vertraute, dass sich das soziale Gewissen noch einstellte, auch wenn es etwas dauere, bis es sich bei den Großverdienern im Herzen festsetzte. War halt ein gewaltiges Umdenken, das da verlangt wurde.

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