Ohne Moos nix los!


Integration aus der Vogelperspektive – in Wirklichkeit ein Kuckucksei?

Der gegenwärtige Prozess erinnert an das freche Verhalten des Kuckucks, der seine Eier in fremde Nester legt und dort ausbrüten lässt.
Auf der Suche nach einem warmen Plätzchen für sein Ei fliegt er durch den Wald und hört von der Ferne freundliche Vogelstimmen, deren einladenden Rufen »alternativlos« zu folgen war. Im Nest des fleißigen Drosselpärchens legt das Kuckucksweibchen dann sein Ei zu dem vorhandenen Gelege und verschwindet im Dunkel des Waldes.
Verdutzt schaut das Drosselpärchen über den plötzlichen Zuwachs, aber fleißig und freundlich wie Drosseln eben sind, wird auch die »Bereicherung« mitbebrütet. Die ersten Jungtiere schlüpfen und wachsen dank guter Pflege der Eltern schnell. Auch aus dem zusätzlichen Ei schlüpft ein kleines Kerlchen, sperrt seinen Schnabel weit auf und fordert laut immer mehr. Es wuchs schneller als die kleinen Drosseln, von denen es bald die eine oder andere über den Nestrand schubste, denn er brauchte ja mehr Platz. Trotzdem bemühten sich die Pflegeeltern, dem lauten und frechen Fremdling, der nun schon größer war als sie selbst, gerecht zu werden und sagten sich immer wieder: »Wir schaffen das«!
Eines Tages war der Nestgast flügge und machte sich auf, die Welt zu erobern. Alles, was den erschöpften, traurigen Drosseleltern blieb, war ein beschmutztes Nest und eine vage Erinnerung an die aus dem Nest gefallenen eigenen Kinder.
Und die Moral von der Geschicht’? Vertrau’ dem fremden Vogel nicht!

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