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Die Grünen und der Kaktus „Kretschmann“

Auf den ersten Blick haben sie wenig gemeinsam: die Grünen und der Kaktus. Jedenfalls wenn man von der Farbe absieht. Doch das hat sich heute offenbar geändert. Denn am 17.08.2016, eigentlich ein historischer Tag an dem Rudolf Hess 1987 starb (viele gehen von Mord durch den britischen Geheimdienst aus), vollzog sich ein für den Zustand der heutigen Gesellschaft sinnbildliches Beispiel im schwäbischen Horb am Neckar. Der Kakteenexperte Holger Dopp hatte den grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann eingeladen, welche eine Züchtung des Pflanzenfreundes nach seinem Namen benennen durfte. Kretschmann nutzte die Gunst der Stunde für historische Vergleiche. Immerhin hatten die Grünen bei ihrem ersten Parlamentseinzug 1980 dem damaligen Ministerpräsidenten Lothar Späth einen Kaktus geschenkt. Es sollte ein Symbol dafür sein, dass die Grünen eine unbequeme Opposition sein wollten. 37 Jahre sind seit dem vergangen und heute sind es die Grünen selbst, welche den Ministerpräsidenten stellen. Noch dazu einen, dem man seine „revolutionäre“ Vergangenheit kaum noch anmerkt. Der genau so gut das Parteibuch der einst verhassten CDU führen könnte und ein musterhaftes Symbol für den Einheitsbrei der etablierten Parteien abgibt. Längst sind die Grünen angekommen im bequemen System. Längst sind sie zu einer Haupttriebfeder der Überfremdungs- und Umerziehnungspolitik der Diktatur der Toleranz geworden. Sogar die CDU musste von einmal konservativen Positionen Abrücken und sich als Juniorpartner der linksextremistischen und deutschfeindlichen Partei andienen. Der Kaktus von einst dürfte längst vergessen sein.

Doch unterm Strich passt der Kaktus ganz gut zur Melonenpartei (außen grün, innen rot). Von beidem sollte man lieber die Finger lassen. Andernfalls kann es schmerzhaft enden. Diese Erfahrung macht jeder, der einmal unbedacht nach einem Kaktus greifen wollte. Und seit 2011 macht diese Erfahrung ganz Baden-Württemberg. Übrigens: der Kretschmann-Kaktus von Holger Dopp ist eine verkleinerte Zucht des bis zu 90 cm großen Cylindropuntia, der in der Kretschmann-Version nur noch rund 20 cm erreicht. Wir wollen Herrn Dopp nichts unterstellen, doch aus diesem Fakt könnte man durchaus etwas boshaften Spot heraus lesen. Viele Grüne aus den Gründungsjahren stehen ihrer Partei heute jedenfalls sehr kritisch gegenüber. Immerhin war die Partei einmal als konservative Umweltschutzstimme von Herbert Gruhl (CDU-MdB, der nach der linken Unterwanderung der Partei zur ÖDP ging) und Baldur Springmann erdacht. Damit hatte die Partei schnell nichts mehr zu tun. Auch dem radikalen linksextremistischen Flügel der heutigen Grünen, vor allem der Parteijugend, dürfte einiges nicht gefallen was Kretschmann so macht. Vielleicht schenkte der Ministerpräsident deswegen der Grünen Jugend ein Exemplar seines Kaktus?

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