Gewinnspiel


Lieber Herr Peer Jürgens (Linkspartei),

ein Gerichtstermin ist wie der Besuch beim Zahnarzt: man will nicht hin, es sei denn, man hat einen faulen Zahn. In dem Fall sind aber Sie selbst der faule Zahn. Klingt das hart?

Am 18. Oktober müssen Sie sich am Potsdamer Amtsgericht, wegen Betrug und Wahlfälschung, auf Ihren Zahn fühlen lassen.

Was für ein korruptes Verständnis von Politik manch ein Politiker hat, erkennt man bei Ihnen. Für mich sind Sie ein typischer „Fall Hinz“. Sie erinnern sich bestimmt an Petra Hinz von der SPD? Sie flog im Juli dieses Jahres auf, weil sie ihren Lebenslauf geschönt hatte und so in den Bundestag kam. Schönfärbereien sind eher nicht Ihre Stärken, aber Sie besitzen ein gewisses Talent für Schleichereien.

Es ist wirklich ein Jammer! Da geben Sie sich soooooo viel Mühe, nicht aufzufallen und nun der Prozess!

Von 2004 bis 2014 saßen Sie für die Linkspartei im Brandenburger Landtag. Hauptsächlich wohnten Sie in dieser Zeit erst in Berlin und dann in Potsdam. Doch auf welche Idee verfielen Sie? Sie nannten Erkner und dann Beeskow als Hauptwohnsitze, was beides aber im Kreis Oder-Spree liegt. Pikant dabei: Sie haben auch für den Kreistag in Oder-Spree kandidiert, was rechtens gewesen wäre, hätten Sie dort auch hauptsächlich gewohnt. Da Sie aber Berlin und Potsdam vorzogen, klingt das nach – was? Wem jetzt spontan Wahlbetrug einfällt, bekommt einen Pluspunkt! Was dabei verwundert ist nur, dass Sie, Herr Jürgens, nicht schon eher aufgeflogen sind.

Eines muss man jedoch anerkennen, Herr Hinz. Pardon: Herr Jürgens: Wenn schon dreist, dann mit jedem Zahn des Mundes! Da Sie als Hauptwohnsitze Erkner und Beeskow angaben, kassierten Sie Fahrtkosten in Höhe von knapp 70.000 Euro vom Potsdamer Landtag. Dazu kam der Zuschuss für Ihre Zweitwohnung in Potsdam, Ihre eigentliche Wohnung. Das brachte Ihnen 17.000 Euro. Eine Frau Hinz hätte das nicht besser hinbekommen können. Dumm nur, dass es ans Licht kam. Seit dem „Fall Gutenberg“, der 2011 Schlagzeilen machte, da öffentlich wurde, dass Herr Doktor Gutenberg seine Doktorarbeit abgeschrieben hatte, wird mir immer klarer, dass Politiker Politik oft nur als eine Art Selbstbedienungsladen betrachten.

Krass ist auch der Fall Petra Hinz, die vorlog Rechtsanwältin zu sein und nicht einmal Abitur gemacht hatte. Weniger krass, wenn doch anrüchig, der Fall des Thüringischen Justizministers Dieter Lauinger (Grüne), der seinen Sohn von Schulprüfungen befreien ließ. Und das mit Unterstützung der Bildungsministerin Klaubert von der Linkspartei.

Sie, Herr Jürgens, und Frau Hinz und Herr Lauinger, sind jüngste Beispiele von Politikern, die für deutsche Politik einen Traum verkörpern – einen Alptraum!

Laut Ihren Aussagen, Herr Jürgens, wollen Sie den Prozess nutzen, um die Dinge richtig zu stellen. Das ist schön, denn ich hoffe auch, dass die Dinge richtig gestellt werden. Die Beweise gegen Sie lasten so schwer, dass nur ein Urteil möglich ist. Ich sage nur: faule Zähne müssen raus!

Mit unfreundlichen Grüßen

Wolfgang Luley

http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/1103498/

http://www.n-tv.de/panorama/Wie-aus-Schwindeleien-Lebensluegen-werden-article18245881.html

http://www.mdr.de/thueringen/lauinger-affaere-100.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Plagiatsaff%C3%A4re_Guttenberg

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