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Sommerloch mit Wikinger und Kolovrat, dem achtspeichiges Hakenkreuz

Das Kolovrat – ein Symbol, das Wikipedia nicht kennt. Das Kolovrat – ein Symbol, das die Slawen und Wikinger nutzten. Das Kolovrat – Glücksbringer, Heiler und ein „achtspeichiges Hakenkreuz“ – so zumindest die Beschreibung der Schleswiger Nachrichten.

Das ein Kreuz nicht wirklich 8 Speichen haben kann, ersparen wir uns an dieser Stelle, denn das Kolovrat ist eben auch eine Art Sonnenrad. Und dieses Sonnenrad hatte ein „Wikinger“ auf seinem Schild gemalt – mit rot-weissem Hintergrund.

Eigentlich war das schon die Geschichte. Gäbe es nicht das Sommerloch und eben die SHZ:

Im Getümmel bei den Kampf-Vorführungen auf den Wikingertagen fiel es den meisten Besuchern gar nicht weiter auf: Einer der Schaukämpfer trug einen Schild, dessen Bemalung zumindest für Missverständnisse sorgen kann. Es zeigt ein slawisches Sonnensymbol – ein achtspeichiges Hakenkreuz, das so oder ähnlich auch von Angehörigen der Neonazi-Szene verwendet wird.

Es fiel also eigentlich gar nicht auf, verrät die Redaktion der Schleswiger Nachrichten dem Leser. Aber irgendwann nutzten auch mal Nazis oder Neonazis das Symbol, die schon beinahe jedes Symbol der heidnischen Lehren für sich einnahmen. Wie übrigens andere politische Gruppierungen ebenso. Die übrigens auch die Farbwahl nutzten und nutzen: rot/weiss. Ist nun Rot/Weiss Essen Nazi oder gar Polen und ganz und gar die Pruzzen, das alt-ehrbare baltische Volk, aus dem die Preußen entstanden? Was also wollen uns die Meinungsmacher, ääh Zeitungsmacher, sagen? Na, logisch: Ein Nazi-Verdacht, das bringt Klicks:

Karl Banghard, der Leiter des Archäologischen Freilichtmuseums Oerlinghausen bei Bielefeld, hat kürzlich eine Broschüre mit dem Titel „Nazis im Wolfspelz“ veröffentlicht, in der er sich mit versteckten Symbolen auseinandersetzt, die Mitglieder der rechten Szene auf Mittelaltermärkten und ähnlichen Veranstaltungen zur Schau tragen. Das Kolovrat zähle „nicht zu den krassesten Symbolen“ der rechten Szene, sondern bewege sich in einer Grauzone. Besonders bei Rechtsradikalen in Osteuropa sei dieses slawische Sonnenrad beliebt. Banghard geht deshalb von einer gezielten Provokation aus: „Man sieht hier, wie raffiniert es läuft, wenn solche Symbole platziert werden sollen.“ Torsten Nagel vom Beratungsnetzwerk gegen Rechtsradikalismus in Schleswig-Holstein gibt zu, dass ihm das Symbol auf den ersten Blick möglicherweise auch nicht aufgefallen wäre.

Gut – einem „Experten“ (Nagel) ist das Symbol nicht aufgefallen, weil es, so die Aussage vom „Erstexperten“ (Banghard) eine gezielte – aber dennoch versteckte – Provokation war. Ahja …. Danke SHZ… Aber wer war denn nun der böse, versteckte Nazi mit der versteckten, bösen Malerei … Die SHZ hat auch hier keine Antwort:

Während der Vorführungen trug er einen Helm, der sein Gesicht verdeckte. Weder Henry Gau, der Leiter der Kampfspiele, noch Stefan Lösch, der Moderator und Chef des Wikingerdorfes, können ihn identifizieren.

„Ich kenne nicht jeden der Schaukämpfer persönlich. Ich weiß nicht, wer diesen Schild getragen hat“, sagt Lösch, deshalb könne er nicht für alle seine Hand ins Feuer legen. Das slawische Sonnenrad habe er bislang nicht gekannt. Er wirbt dafür, das Symbol auf harmlose Weise zu interpretieren. „Die Wikinger waren keine Rasse, sondern eine Kulturgemeinschaft. Auch Slawen konnten sich ihnen anschließen, und sie konnten ihre eigenen Schilde mitbringen.“ Die Darsteller auf den Wikingertagen, die er persönlich kenne, seien „sehr weltoffen und politisch eher grün und naturverbunden“, betont er.

Na dann, ist ja alles geklärt und das Sommerloch (bei diesen Temperaturen im Norden der Republik) geschlossen! Danke SHZ! Denn, kurz zusammengefasst: passiert ist nichts, obwohl es hätte und sein können.

Lesen Sie auch:  Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. Penner: Evangelischer Bischof fördert den Islam

Übrigens, wer wirklich lesen will, was passiert, der kann die Perspektive ändern. Gleich jetzt und hier!

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