Gewinnspiel


Liebe Politiker des Deutschen Bundestags,

oder sollte ich besser sagen: Liebe Raffzähne?

Es war mir immer schleierhaft, warum euer Gehalt „Diäten“ genannt wird; zumal diese „Diäten“ euch nicht hindern, fett in Kameras zu lächeln, wenn ihr mal wieder verkündet, der Bürger müsse seinen Gürtel enger schnallen.

Für Bildung ist kein Geld da. Für kaputte Straßen ist kein Geld da. Für Gesundheit ist auch kein Geld da. Ich weiß nicht nur nicht, warum euer Gehalt „Diäten“ genannt wird, mir ist auch nicht bekannt, was ihr überhaupt leistet. Ich weiß nur, dass ihr den Hals nicht voll genug bekommt.

Ihr kostet uns Bürger fast 10.000 Euro im Monat. Das reicht euch aber nicht. Ihr braucht auch noch Nebenverdienste. Das Portal „abgeordnetenwatch.de“ errechnete, dass ihr über 18 Millionen Euro dazu verdient habt. Allerdings ist diese Zahl nicht verbürgt, das ihr nicht alle Einkünfte offen legen müsst. Das Portal schätzt daher, dass euer Zuverdienst bei etwa 34 Millionen Euro liegt. Und wenn ihr aus der Politik ausscheidet, erwartet euch ein Lobbyposten in der Wirtschaft, weil ihr ja so gute Kontakte in die Politik habt. So wechselte etwa der CDU-Politiker Roland Pofalla in den Vorstand der Bahn, als er aus der Politik ausschied.

Derzeit rankt sich Skandal um die SPD-Politiker Petra Hinz, die ihren Lebenslauf gefälscht hat; sie gab an, Juristin zu sein, obwohl sie nicht mal Abitur gemacht hat. Ihr Bundestagsmandat gibt sie aber trotzdem nicht zurück, stattdessen kassiert sie weiterhin sogenannte „Diäten“. Hauptsache wir Bürger müssen den Gürtel enger schnallen, das ist dann in Ordnung.

Ich sage es offen: Der Deutsche Bundestag vertritt nicht das deutsche Volk, er vertritt stattdessen sich allein. Und nur sich allein. Die Bezeichnung „deutscher Politiker“ ist nur eine Umschreibung für jemanden, der Politik hauptsächlich aus Geldgier und Machtgeilheit betreibt. Bezeichnend ist auch das Verhalten von Kanzlerin Merkel (CDU), deren erklärtes Ziel es ist, länger als Adenauer und Kohl, ihre Vorgänger im Kanzleramt, zu regieren. Hauptsache regieren, Hauptsache kassieren, Hauptsache den Bürger anschmieren – das ist deutsche Politik.

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Kanzler Schröder (SPD) fiel Anfang des Jahrtausends mit dem Spruch auf, dass es „kein Recht auf Faulheit“ gäbe. Damit waren Arbeitslose gemeint, die angeblich die Füße hochlegen und nur sich auf Staatskosten ein Luxusleben erlauben. Als hätte je wer Arbeitslose in Feinkostläden gesehen, die sich wegen Kaviar die Beine in den Bauch stehen. Für Arbeitslose gibt es Essenstafeln, Spott und Häme und für Politiker, die mit ihrer Politik Menschen arbeitslos machen? Die leben wie die Maden im Speck – auf Kosten der Steuerzahler. Wer sind hier die Sozialschmarotzer? Es sind nicht die Arbeitslosen! Es mag kein Recht auf Faulheit geben, doch ein Recht, Bürger zu betrügen und sich auf ihre Kosten zu bereichern, gibt es ebenso wenig.

In solchen Verhältnissen ergeben Wahlen keinen Sinn. Man tauscht dann – im Zweifel – nur einen Raffzahn gegen einen anderen Raffzahn aus. Die einzige Wahl, die ich sehe, besteht darin, ob wir Bürger uns weiterhin mit einem korrupten Bundestag zufrieden geben, oder ihn komplett tauschen, wobei ich eine Direktwahl – gerade auf Bundesebene – befürworte. Wir brauchen Politiker, die sich dem Volk – und nicht ihrem Geldbeutel – verpflichtet fühlen. Es heißt zwar, jeder Politiker sei nur seinem Gewissen gegenüber verantwortlich, aber das Gewissen ist für einige bloß ein anderes Wort für ihren Geldbeutel. Könnte man Politiker direkt wählen, könnte man die auch direkt wieder auf die Straße setzen, dann gäbe es keine Typen vom Schlage einer Petra Hinz, die abkassieren, obwohl ihr Betrug aufgeflogen ist. Solche Typen wären dann weg!

Ich glaube zu ahnen, was das Wort „Diät“ bedeutet! Nimmt man den Nebenverdienst der Politiker zum Maßstab, dann erscheint ihr eigentliches Gehalt, wie eine Diät. Das wiederum bedeutet, ein Politiker nutzt Wahlen nur als Vorwand, damit er in den Genuss der Nebenverdienste kommt.

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Und wir sollen Politiker dazu verhelfen? Das ist jedenfalls nicht das, was ich mir unter Demokratie vorstelle. Wer lieber an seinen Geldbeutel denkt, als an seine Wähler, der hat in der Politik nicht zu suchen.

Wir müssen alle auf die Straße und direkte Demokratie auf Bundesebene fordern. Und wer uns die nicht geben will, der hat in der Politik nichts zu suchen. Wir sind das Volk und Politiker sind nicht unsere Herren, es sind unsere Diener. Es wird Zeit, sie auf ihren Platz zu verweisen. Das können wir aber nur gemeinsam. Steht auf und kämpft für eure Rechte, sonst habt ihr bald keine mehr!

Nicht wir müssen den Gürtel enger schnallen, sondern unsere Diener.

Euer

Wolfgang Luley

http://web.de/magazine/politik/vierte-abgeordnete-nebenverdienst-protokoll-31795052

http://www.focus.de/politik/deutschland/politik-und-gesellschaft-wer-ist-petra-hinz_id_5772950.html

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/a-126811.html

http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2015-07/deutsche-bahn-ruediger-grube-ronald-pofalla-neues-fuehrungsteam

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