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Wie ein Nachbarschaftsstreit mit Hakenkreuzen und Außerirdischen endete oder: Robert T. der halbtalentierteste Emo-Darsteller in Niederösterreich

Mancher ist nur recht glücklich, wenn er sich eigenhändig verletzt; andere wiederum sind erst dann zufrieden, wenn sie sich verletzen und öffentlich als Opfer inszenieren können. Auch da gibt es aber  Menschen, die einfach nur übertreiben, wie der 52-jährige Robert T. aus Niederösterreich – davon ist zumindest die Staatsanwaltschaft, in der Wiener Neustadt, überzeugt.

Emos werden Menschen genannt, die sich ihre Haut aufritzen. Sie leben still und zurückgezogen und man erkennt sie an den Narben, die sie – meist auf den Armen – tragen. Lustig ist das natürlich nicht. Im Fall des Robert T. kann man aber eine Ausnahme machen. Er ist kein Emo, wenn überhaupt, ist er  ein Emo-Darsteller mit Hang zu Dramatik und Gewalt, wie man das aus Horrorfilmen kennt.

Und wie in Horrorfilmen üblich, beginnt alles harmlos – scheinbar unspektakulär. Doch dann – !

Robert T., der Emo-Darsteller, bekommt mit seinem Nachbarn Stress. Dass es Menschen geben soll, die mit ihm in Streit geraten, ist für Robert nicht fassbar. Er ist doch ein Unschuldslamm. Um das zu beweisen, vergreift sich Robert, der Emo-Darsteller, an sich selbst! Angetrieben von Geltungssucht bringt er sich Schnittwunden bei, die er über den ganzen Körper verteilt. Bedenkt man es aber recht, ist das halbherzig. Er hätte sich schon ein Bein oder einen Arm abhacken können. Mindestens aber eine Hand. Soviel Blut wollte Robert dann doch nicht aufwenden. Es ging „nur“ um einen Streit unter Nachbarn und nicht um den Oscar für die beste Selbstzerfleischungsorgie eines halbtalentierten und überdrehten Emo-Darstellers. Soviel Vernunft spricht denn auch für einen besseren Menschen. Und ein besserer Mensch ist der Robert, wenn auch kein guter! Beendet hat es den Streit aber nicht.

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Nachdem dann sein Haus mit Farbe beschmiert und er wieder das Opfer seiner Emo-Passion wurde, wieder mit Schnittwunden und einem Hakenkreuz auf der Brust, begann die Polizei zu ermitteln. Es ging um versuchten Mord. Tatsächlich fanden die Ermittler auch Hinweise, wie etwa Fingerabdrücke, es waren die von Außerirdischen! Pardon – das habe ich jetzt nur gesagt, um die Spannung ein wenig zu steigern. Die Hinweise, auf die die Ermittler stießen, stammten alle von Robert T. selbst. Wäre der Robert eine gespaltene Persönlichkeit, könnte er argumentieren, die Fingerabdrücke stammten von seinem gespaltenen Ich und nicht von ihm selbst – aber so schlau ist der Robert dann doch nicht. Und als der Robert sich von einem Psychiater untersuchen lassen musste – die Ermittler hatten da so eine Ahnung – war klar, wer der rätselhafte Bösewicht ist, der es auf Robert T. abgesehen hat.

Kaum begonnen nahm Roberts Schauspielkarriere ein jähes Ende. Man darf mit Recht hinzufügen , dass Robert T. der halbtalentierteste Emo-Darsteller ist, den Niederösterreich je gesehen hat. Und zu allem Überfluss geht der Punkt, im Nachbarschaftsstreit, an seinen verhassten Nachbarn.

Da blutet man für seine egoistischen Ziele und steht dann öffentlich als Lügner und Betrüger da, der die Öffentlichkeit und die Justiz gefoppt hat. Ist das Leben wirklich so grausam und gerecht? Im Falle des Robert T. muss man sagen: Ja, das Leben ist wirklich so grausam und gerecht, wie ihm manchmal nachgesagt wird.

Übrigens: Auch die Frau von Robert kommt vor Gericht. Sie log für ihren Mann. Man sieht, auch bei ihr ist es mit der Schauspielleistung nicht weit her. Vielleicht hätten sich die beiden doch Körperteile abhacken sollen. Ich wäre für gegenseitiges Köpfen gewesen, das hätte die Dramatik noch gesteigert und die Zwei hätten das nicht mal gemerkt. (So wie manche ohne Herz leben können, können andere ohne Kopf leben.)

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Jetzt mag es vielleicht zu spät sein, aber der Robert sollte probieren, ob er damit durchkommt, dass er von Außerirdischen entführt wurde und die ihn zur Ritzerei gezwungen haben. Erfolg wird er zwar nicht damit haben, aber später kann man diese Geschichte verfilmen und die Außerirdischen wären eine gute Schlusspointe. Ich würde sogar die Regie übernehmen – versprochen.

Oscar – wir kommen!

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Emo_(Jugendkultur)

http://m.kurier.at/chronik/niederoesterreich/wende-im-hakenkreuz-krimi-opfer-wird-angeklagt/208.098.870

 

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