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Island – Die Mannschaft

Padaus – Island hat England den Brexit geboten. Und das überragend. Island ist die Überraschung dieser EM, dieser Euro2016, auch wenn nach dem Frankreichspiel nur noch eines folgen wird.

Spätestens wenn die DFB-Auswahl gegen die Islander antreten darf, wird für die sympatischen Son’s die Fahrkarte nach Hause gestempelt werden. Und Fußballdeutschland wird ihnen, den neuen Helden des Rasensportes nachtrauern. 

Warum eigentlich? 

Die Isländischen Spieler treten auf dem Rasen auf, wie eine Mannschaft, wie die einst besungenen elf Freunde. Jeder für Jeden. Dabei hatte Grönemeyer beim texten seines gleichnamigen Liedes nicht die Jungs und Männer im Kopf; sondern, und das ist wahrscheinlicher, die Millionenumsätze. Immerhin ist Jeder für jeden der ARD-Euro-Song. Als Lied mag man dieses Stück nun wahrlich nicht bezeichnen. Und doch, es drückt passend „Die Mannschaft“ aus. Irgendwie quer liegende Töne, Zusammenhalt der künstlich gezeugt wurde und am Start für Geld.

Die Isländer hingegen spielen für sich und ihre große Chance. Werden belächelt, weil sie ja „nur“ in Island oder Norwegen spielen. Und spielen doch die hochdotierten Männer in den Ruin des Tuniers.

Für Merkel bis Löw ein Alptraum. Alle blond und gut gewachsen – und alle heissen irgendwie etwas mit son. Keine eingekauften oder eingebürgerten Spieler, keine Extrawürste. Das ist „Die Mannschaft“, das Team, die Einheit; die aufspielt für ihre Fans, ihre Familie und ihre Nation. Gut, wenn nach der Euro, daraus Kapital geschlagen werden kann. Für Leistung.
Da zeigt „Die Mannschaft“ des DFB ein ganz anderes Bild. Ja, man redet von Team, man gibt alles für den Erfolg – aber eben nichts für Familie, Freunde, Fans oder – Achtung das böse Wort kommt – Nation. Stattdessen rennt man in Preussens Farben über das Feld, in der Hoffnung beim nächsten Vereinswechsel noch einige Millionen schwerer zu werden, oder wenigstens als ARD-Experte die Karriere zu beenden.

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Island, so scheint es zumindest aus verwöhnter deutscher Sicht, ist der neue Stern am Fußballhimmel, bei dem Verband, Trainer und Spieler entscheiden, wann er verglüht. Spätestens wenn der Erfolgsdruck so groß wird, dass es nicht mehr um elf Freunde sondern um Geld, nicht mehr um Familie und Freunde sondern um Fernsehreichweite für den nächsten Werbevertrag, wenn es nicht mehr um den Sport sondern um den Mammon geht.

Doch daran wollen wir heute nicht denken und feiern mit den Isländern. Auch den Sieg über Frankreich und den über die DFB-Auswahl. Wenn es soweit kommen würde oder wird.

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One comment on “Island – Die Mannschaft
  1. Stattdessen rennt man in Preussens Farben über das Feld,…

    Die sollten in der einzig ihnen angemessenen Dienskleidung auflaufen: der Regenbogenfahne!

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