Ohne Moos nix los!


Run-DMC-Nazis

Auweia – endlich hat die WAZ ihren Aufmacher. Nicht der Brand an den Messehallen, der von Neubürgern entfacht wurde, sondern Glatzen mit T-Shirts.

Nun sollte es sich längst herumgesprochen haben, dass Menschen ohne Haupthaar nicht unbedingt Nazis, Neonazis, Rechtsextreme oder Skinheads sind. Und, es sollte sich herumgesprochen haben, dass Rechte nicht unbedingt Nazis, Neonazis, Rechtsextreme oder Skinheads sind. Und das TShirt-Träger nicht unbedingt Nazis, Neonazis, Rechtsextreme oder Skinheads sind.

Macht nichts, die WAZ weiss es besser und erkennt Buchstabenkombinationen als Wörter, wobei sie nicht unrecht haben muss:

Glatze, Tattoos, New Balance Schuhe und ein schwarzes Shirt mit dem fetten weißen Schriftzug „HKN KRZ“. Ein Wortspiel mit einer verfassungswidrigen Botschaft – so gesehen bei einem Neonaziaufmarsch in Dortmund am vergangenen Wochenende. Setzt man die Vokale ein, entsteht das Wort „Hakenkreuz“.

Mehrere Demonstranten sollen mit dem besagten T-Shirt gesehen worden sein, berichtet der Journalist Felix Huesmann. Er habe auch eine Fahne mit den Buchstaben „HTLR“ oder Shirts mit dem Aufdruck „NTNL SZLST“ gesehen. In einschlägigen Onlineshops werden solche T-Shirts als „anwaltlich geprüft und discotauglich“ beschrieben.

Doch reicht es aus, wenn diese Aufschriften „discotauglich“ sind? Nicht wenn es nach der WAZ geht, selbst wenn die Staatsanwaltschaft keinen Grund zur Anklage sieht:

Anders bewertet Udo Vetter, Fachanwalt für Strafrecht, den Fall. So sei das Shirt mit dem Aufdruck in einem eindeutigen Kontext getragen worden – bei einer Nazi-Demo. Der Teilnehmer des Aufmarsches habe eine klare Aussage treffen wollen und „da könnte man eine Parole sehen. Auch das Stichwort „Hakenkreuz“ klingt wie Propaganda.“ Somit könnten Paragraf 86 und 86a des Strafgesetzbuchs greifen.

Für ihn hätte die Dortmunder Polizei handeln müssen. „Die Polizei muss deutlich erkennbare Straftaten verfolgen und bei einem Anfangsverdacht ermitteln. Ansonsten verstößt sie gegen das Amtsermittlungsgebot.“ Und einen Anfangsverdacht würde er klar bejahen.

Endlich kann so der WAZ-Leser wieder über die bösen Nazis, Neonazis, Rechtsextreme oder Skinheads und Rechten, Wutbürgern und Pegida-Spaziergängern den Kopf schütteln und nicht nur über Neubürger, gern Flüchtlinge genannt, die ihre Unterkünfte abfackeln.

Übrigens geht es auch mit besseren Kürzeln, als das oben beschriebene, wie man hier oder hier sehen kann.

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