Kein Kniefall, keine Entschuldigung – deutsche Erbschuld in Japan

Geschichte , , , ,

Deutsche Bundeskanzler und Bundespräsidenten fallen auf die Knie oder betteln um Verzeihung. Überall auf der Welt. Dabei spielt es keine Rolle, ob Deutschland oder zumindest Deutsche Schuld ragen oder zumindest an dem jeweiligen Ort verweilten.

Deutsche Politiker übernehmen gern die Generalschuld, die Erbschuld. Immer mit Blick auf die Jahre 1939 bis 1945, als würde es vor jener Zeit oder nach jener Zeit keine deutsche Geschichte geben, als wären diese Jahre unabhängig von der Weltpolitik von statten gegangen.

Obama hält es da anders: Obwohl über den feigen Atombombenabwurf über Hiroshima und Nagasaki die ganze Welt nur den Kopf schütteln konnte. Denn Kriegsentscheidend war dieser Akt nicht. Ähnlich wie die Bombenangriffe 1945 in Deutschland. Das Ziel der Alliierten war die Auslöschung des Feindes. Mit Mann und Maus.

Nordische Welten - jetzt auf Romowe
Nordische Welten – jetzt auf Romowe

Eine Entschuldigung? Nur deshalb?

Wie oft hätten sich die US-amerikanischen Präsidenten dann schon allein in Europa entschuldigen müssen. Oder auf der ganzen Welt für Kriege, also Mord im wirtschaftspolitischen Auftrag, seit 1945? Unzählbar!

Warum also dann in Hiroshima? Wenn doch Japan der enge Freund Deutschlands war. Ein Land das auch 2016 noch in der Feindstaatenklausel der UN steht. Genau, weil sich deutsche Politiker auch für die USA entschuldigen. Generalschuld, Erbschuld, die deutsche Schuld.

Kommentar verfassen